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Costa Rica | Natur soweit das Auge reicht

Es ist ein friedliches Land. Es gibt keine Armee und das seit vielen Jahren, stattdessen wird das Geld in Bildung, Forschung, Entwicklung und Umwelt investiert. Man sieht es, man spürt es.

Wandern in Costa Rica ist ein besonderes Abenteuer und Erlebnis. Das Land ist gerade mal so groß wie Niedersachsen. Alles ist grün, wohin man schaut und manches auch ein wenig anders. Noch ein paar Schritte, das Ziel vor Augen – geschafft! Vor uns ein grandioser Ausblick von einer Anhöhe in Richtung Pazifik, hinter uns gerade eben noch der Regenwald. Jetzt Pause machen, innehalten und viel, viel Wasser trinken nach dem stundenlangen steilen Aufstieg. Wandern in Costa Rica? Ja, aber was für eine Herausforderung! Jeden Moment ein heftiger Regenguss, der genauso plötzlich wieder aufhört. Hitze, schwüle Luft, Regen tropft an den Blättern herunter. Das Paradies auf Erden. Langsamkeit ist gefragt, nur keine Eile – pura vida.

Tortuguero Nationalpark

Mit diesen Worten wird man freundlich bei der Einreise nach einem etwa 12-stündigen Flug und 8 Stunden Zeitverschiebung begrüßt. Auf eigene Faust wollen wir dieses faszinierende Land sooft wie möglich zu Fuß erkunden. Zuerst mit einem kleinen Bus, dann mit einem Boot auf dem Fluss La Suerte geht es in den Nordosten in den Tortuguero National Park direkt an der Karibikküste. Dort wollen wir im Regenwald unsere Ausrüstung testen und unsere ersten Ausflüge per Boot und zu Fuß unternehmen. Wir kommen langsamer voran als gedacht. Es sind die fremdartigen Gerüche und Geräusche, die Blumen und Pflanzen in einer unglaublichen Vielfalt von Farben und Formen. Wir gleiten mit dem Boot dahin. Pause, dann Stille. Plötzlich ein Kaiman am Ufer. Er lässt sich durch uns nicht aus der Ruhe bringen.

Wandern in Costa Rica heißt, sich Zeit zu nehmen und besonders die richtige Bekleidung mit sich führen. Man wird schneller nass, als man denkt. Ein Tico (liebenswerte Umschreibung für die Costa Ricaner), sagt zu mir als er meine Fotoausrüstung sieht: „Verlasse nie das Haus ohne Deine Kamera und nimm etwas gegen den Regen mit“ – er sollte recht behalten.

Nicht wundern, wenn auf Wanderwegen der Hinweis steht, dass für eine 5km-Route bis zu 2 Stunden benötigt wird. Zeit nehmen, Pausen machen, Natur in vollen Zügen genießen – alles Balsam für die Seele. Tortuguero heißt so viel wie „Platz, an den die Schildkröten kommen“ und ist ein von der Unesco geschütztes Biosphärenreservat und ein Nationalpark, der nur per Boot oder Flugzeug erreichbar ist und direkt an der Karibik liegt.

Von Juli bis Oktober ist die Zeit der Paarung der unter Naturschutz stehenden Grünen Meeresschildkröten, die danach zur Eiablage an Land kommen. Sobald die Jungen geschlüpft sind, kriechen die kleinen Geschöpfe mit atemberaubendem Tempo ins Meer.

Wir sind in der Mawamba Lodge untergebracht. Sie befindet sich direkt am Ufer des Tortuguero Kanals und dem karibischen Meer.

Vor Sonnenaufgang bin ich bereits unterwegs. Alles ist noch still. Da plötzlich Schreie von Brüllaffen. Zwei Tukane machen sich in den Baumwipfeln bemerkbar. Kleine bunte Papageien fliegen paarweise kreischend über meinen Kopf hinweg. Schmetterlinge werden vom Duft und den Farben der Blumen angezogen. Ich setze mich ans Ufer und schaue dem Treiben auf dem Fluss zu. Alles ist so ruhig. Ich schließe die Augen, genieße die Wärme der Sonnenstrahlen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück durchqueren wir große Teile dieses Refugiums, beobachten die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt. Neben Weißkopf-Affen, Langhalsflussschildkröten und Kaimanen kommen uns auch Pfeilgiftfrösche, exotische Vögel – wie der Kingfisher und der Schlangenhalsvogel vor die Linse. In dem kleinen Dorf Tortuguero erfahren wir etwas von der Geschichte dieser Region und genießen die frische und gekühlte Agua de Pipa = Kokosmilch. Fachmännisch köpft uns ein lachender Händler die Kokosnuss mit seiner Machete.

Keine Hemmung habe ich, mich hin und wieder auf den schlammigen und durch den Regen durchnässten Boden zu legen, um einen Pfeilgiftfrosch, Bluejeansfrosch, Erdbeerfrosch (wer sich wohl diese Namen ausgedacht hat?) aus nächster Nähe wie auch verschiedene Reptilien und Leguane, exotische Schmetterlinge oder sonstiges unbekanntes Getier vor die Kamera zu bekommen. Allein in dieser Gegend gibt es fast 400 Vogelarten ebenso viele Baum- und mehr als 2.000 Pflanzenarten. Von Tortuguero nehmen wir Abschied, fahren wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt und nehmen dort unseren Jeep in Empfang.

La Selva Verde und Poás Vulkan

Weiter geht es in Richtung Westen zur La Selva Verde Lodge. Dort machen wir uns nach dem Einchecken und einer kurzen Pause frisch und wechseln zum x-ten Male unsere Kleidung. Hitze + hohe Luftfeuchtigkeit = viel Schwitzen. Wir beherzigen immer wieder den gut gemeinten Rat, dass man bei diesen Temperaturen viel aber nie etwas Kaltes trinken soll.

Unsere Neugier weckt uns, den dortigen Regenwald und Dschungel gleich zu erkunden. Eine lange Hängebrücke würde uns auf die andere Seite des Flusses bringen. Leider ist sie wegen loser Holzplatten gerade unpassierbar.Viele Möglichkeiten werden angeboten, den dortigen Primärregenwald kennen zu lernen – auf eigene Faust oder mit einem erfahrenen Führer. Wir entscheiden uns, erst einmal alleine zu gehen. Auch hier ist die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren einfach überwältigend und überfällt uns regelrecht mit seiner Vielfalt an Farben, Gerüchen, Geräuschen. Der Ozelot-Trail, den wir jetzt gehen, wird mit 2 Stunden angegeben. Wir ignorieren den gutgemeinten Hinweis.

Wann sieht man schon einmal einen neugierigen Nasenbär, einen gut getarnten Basilisk (sieht aus wie ein kleiner Drache), blau schillernde Morphofalter oder gar einen Rhinozeros-Käfer (so groß wie eine Faust)? Oder beobachtet auf dem Waldboden Blattschneiderameisen, die nicht nur Blätter emsig von einem Ort zum anderen tragen, sondern auch kleine Äste und Beeren? Costa Rica ist auch bekannt wegen seiner vielen Vulkane, einige davon sind noch aktiv und der Berühmteste ist ganz in unserer Nähe. Wir fahren zum Poás Vulkan, obwohl für heute Regen angesagt ist. Eine Stunde Fahrzeit? Eher drei Stunden – wegen der vielen Fotostopps.

Wir fahren durch pittoreske Dörfer, nähern uns dem Ziel und haben Glück. Das Wetter wird besser. Trotzdem ziehen wir unsere Regenjacken an und sind auch sonst für den Fall der Fälle gut gerüstet. Unterhalb des Gipfels können wir parken und es geht los in Richtung Vulkan. Der Weg dorthin ist nicht beschwerlich, verlangt aber doch ein wenig Kondition. Schließlich sind wir auf über 2.700 Meter.

Die Luft dort oben wird dünner. Oben angekommen empfängt uns der Poás nebelfrei in der Sonne und bei blauem Himmel – was für ein Ausblick! Mit einem gigantischen Durchmesser von fast 1.500 Metern präsentiert er sich mit seiner ganzen Schönheit. Es geht ein leichter Wind, wie angenehm. Die Rauchschwaden aus dem Krater ändern immer ihre Richtung. Es ist nicht mehr so schwül. Unsere Jacken kommen uns zugute. Wir genießen die Aussicht und die warmen Sonnenstrahlen. Der Vulkan wirkt zur Zeit ruhig, aber doch ein wenig bedrohlich. Der letzte Ausbruch war 2011. Im Vordergrund blühen die Blumen in voller Pracht in verschiedenen Farben und Formen. Sie wiegen sich durch den Wind hin und her. Ich verspüre in diesem Moment Lust, in den Vulkan hinab zu steigen …

Es geht weiter zum El Toro dem höchsten Wasserfall von Costa Rica mit seinen über 1.400 Höhenmetern in mehreren Etappen. Wir sind für uns alleine und genießen den grandiosen Blick auf die hinabstürzenden Wassermassen. Plötzlich überrascht uns der Regen auf der Anhöhe, dann noch dichter Nebel. Wir können fast nichts mehr sehen. Genauso verschwindet dieser Spuk von jetzt auf nachher. Betörende Düfte wilder Orchideen finden wir auf dem Weg, Schmetterlinge auf Blumen, wir genießen die Stille und es wird ein wenig kühler …

Costa Rica – pur vida. Es gibt noch so vieles zu erzählen über unsere Rundreise, wie die erlebnisreiche Fahrt an die Westküste zum Pazifik, die traumhaften Strände auf der Halbinsel Nicoya, wie man sie nicht kennt, wieder Regenwälder aber anders, Begegnungen mit indigenen Einwohnern, Reifenpanne bei 40° C, Inlandsflug in den Süden mit 8kg Gepäck und gebückter Haltung beim Einsteigen, Kaffeeplantagen von oben, Landung neben einem Friedhof, dann die Nicuesa Lodge im Süden mitten im Regenwald, nur mit dem Boot erreichbar, Tiere und Pflanzen satt, und, und, … man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dankbarkeit und Respekt, die Einzigartigkeit unserer Natur zu erleben und zu achten.

Auf unserem Flug mit Iberia IB 6314 zurück nach Europa lasse ich noch einmal meine Erlebnisse Revue passieren. Ich komme wieder. Warum? Ich habe noch keinen Puma, Jaguar, Ozelot, Aguti, Beutelratte, Gürteltier, Opossum, Quetzal, und, und … gesehen. Wandern in Costa Rica? Ein Paradies, nur alles ein wenig langsamer! Wussten Sie, dass 30% von Costa Rica unter Naturschutz steht? Tendenz steigend. Costa Rica – pura vida!

Text & Fotos: Klaus Graeb

Informationen

Klaus Graeb

Fotoreisejournalist und Naturfotograf ist anerkannter und zertifizierter Lateinamerika-Experte und bereist seit vielen Jahren Mittel- und Südamerika. Er schreibt für verschiedene Medien, hält u. a. Vorträge über Lateinamerika, südliches Afrika und europäische Länder, aber auch über Kulturen wie Inka, Maya etc. Öffentliche Fotoausstellungen ergänzen sein Portfolio.

Weitere Informationen unter:
Tel: 07044/940629,
mob: 0152 28909509,
Email: presse-wi@email.dewww.klaus-graeb.photography

Futuropa– ist eine Institution mit Sitz in San José/Costa Rica, deren Mitglieder für Costa Rica werben und interessierte Gäste aus den europäischen Ländern, die nach Costa Rica reisen wollen, mit Informationen aus erster Hand unterstützt. Diese Reise wurde zum Teil von Futuropa gesponsert.

Reiseagentur Wimsheimstellte stellte die komplette Rundreise zusammen. Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu dieser Reise und lassen Ihnen Informationen zukommen. Wir sind spezialisiert auf alle Arten von Reisen weltweit und arbeiten mit allen Reiseveranstaltern zusammen. Nach unseren letzten Sondergruppenreisen nach Peru und Südafrika werden wir für 2016 eine weitere Sondergruppenreise nach Südafrika/Botswana/Victoria Wasserfälle und für 2017 nach Costa Rica anbieten, die von uns begleitet werden. Näheres unter: Tel: 07044/940627, mob: 0152 53144440 Email: monika.graeb@takeoff-reisen.de www.takeoff-reisen.de/2474