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Heliskiing in Schweden | Daniel

“Daniel, komm schon… Das wird der Hammer, mit dem Heli nördlich vom Polarkreis über Ostern Skifahren.” Lass mich überlegen… Ok, bin dabei…

Konto leergeräumt, Flüge nach Stockholm und weiter nach Kiruna gebucht und los geht’s. Von Kiruna geht’s dann nochmal zwei Stunden mit dem Auto Richtung Norden, dann sind wir nach langen 13 Stunden endlich in Lappland angekommen. Und ja, es liegt genug Schnee, herrlich… Dass dieses Projekt auch ordentlich in die Hose gehen kann, erfahren wir schon am zweiten Tag.

Ein Heli kommt morgens zu unserer Lodge geflogen. 5 Mann steigen mit langen Gesichtern aus, setzen sich mit noch längeren in die Lounge und trinken Kaffee. Sie sind schon eine ganze Woche da, haben erst den zweiten Flugtag, aber nur besch… Wetter. Das heißt: den ganzen Tag rumsitzen. Auf Radarfilme glotzen, Skifilme mit perfektem Wetter anschauen (die einen ganz nebenbei noch mehr deprimieren), Flugwetter auf schwedisch lesen (obwohl man es nicht versteht) und literweise Kaffee und Abends dann aus Frust überteuertes Bier trinken.

Vor meinem geistigen Auge rücken die Vorstellungen von endorphingtränktem Lächeln nach Powderhängen und Treelines in weite Ferne… Zum Glück ist aber eine Wetterbesserung angekündigt und mit dem überzeugten Urvertrauen, dass die schwedischen Meteorologen schon wissen was sie erzählen, geht’s zuversichtlich in die Woche. Am ersten Tag nach der Anreise starten wir bei Nebel erstmal auf Skitour – die Berge kennen lernen. Sie sind niedriger als in den Alpen. Sanftere Hänge, weniger alpin… Ruhiger. Keine Liftanlagen. Keine anderen Skifahrer. Nur ab und an ein Heli und eine Rentierherde die vor uns flüchtet. Sie sind…. PERFEKT!

 

Am zweiten Tag steht der erste Flugtag an. Das Wetter spielt mit, Gott sei dank. Wir gewöhnen uns langsam daran, dass das Wetter hier extrem wechselhaft ist und alles bestimmt. Der Heli gehört exklusiv unserer Lodge, das bedeutet, der Pilot ist immer da, wenn das Wetter passt. Dann geht’s sofort los.

Der erste Flugtag ist einfach ein nicht enden wollendes Grinsen… Von verwehtem Bruchharsch, über Powderrinnen und zum Abschluss einen Firnhang mit klasse Treeline… Von Monotonie keine Spur. Wir haben alles: Sturmböhen, puren Sonnenschein mit Gletscherskifahrgefühl…Wir sind alle happy, dass es geklappt hat und haben aber noch gute Aussichten, dass am vorletzten Tag noch ein stabiles Hoch kommen soll. Bis dahin haben wir allerdings einen Schlechtwettertag mit Skitour im Regen… Gar nicht cool…Doch dann kommt unser großer Tag…

Der Große Tag

Pünktlich um 9 Uhr treffen wir uns zum Frühstück. Leider begrüßt uns neben reichlich Backwaren, die ich schon des öfteren im schwedischen Möbelhaus gesehen habe,  mieses Wetter. Bedeutet warten. Warten mit Kaffee. Warten mit Tee. Warten mit Mittagessen. Warten mit den ersten Gedanken an ein Bier… Der Pilot fliegt solange los um Rentierherden einzutreiben. Und was passiert nach 5 Stunden warten, wenn der Pilot Gerade losgeflogen ist? Das Wetter wird schlagartig besser. Aber kein Heli und kein Pilot mehr in Sicht. Alle stehen mit voller Montur vor der Lodge in der Sonne und warten. Wieder… Aber die Wettergötter sind gnädig mit uns. Der Hocheinfluss bleibt den kompletten Tag bestehen und aufgrund der sehr nörlichen Lage haben wir strahlenden Sonnenschein bis weit in den Abend. Um 15:30 Uhr geht’s dann endlich los.

Und das Warten hat sich gelohnt. Der Neuschnee der letzten Tage ist unberührt. Es geht fast kein Wind, sodass unser Pilot auch schwierigere Landeplätze ansteuern kann. Wir fliegen bis die gekauften Helistunden aufgebraucht sind.

Und natürlich: Wir kaufen noch nach… Es geht gar nicht anders. Es ist zu schön! Die Glückshormone verursachen ständige spontane Kicheranfälle und übertriebene High-Five-Orgien als wären wir amerikanische Collegefootball-Spieler… Diese Momente können einfach nicht mit Geld aufgerechnet werden. Schließlich um 19:30 Uhr fliegen wir zurück. 19:30 Uhr im April mit Sonnenschein im Rücken… Unglaublich.

Der Trip war jeden Euro wert. Und wir können uns glücklich schätzen, dass das Wetterglück auf unserer Seite war. Denn nach unserem Rückflug ist wieder eine Schlechtwetterperiode für eine Woche angesagt. Da sind wir jedoch schon wieder auf dem Rückweg nach Deutschland.