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Ecuador | Vielfalt auf kleinstem Raum

Nahezu klein wirkt der zwischen Kolumbien im Norden und Peru im Süden gelegene Andenstaat Ecuador. Kontrastreiches Naturschauspiel, Begegnungen mit indigenen Kulturen, prachtvolle Kulturstädte. Die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen stellten große Anforderung an eine gute Ausrüstung - auf unseren anspruchsvollen Touren im Regenwald des Amazonas wie auch in 4.000 Meter Höhe in den Anden. Viele nachhaltige Eindrücke und Erlebnisse hinterließen bei uns Spuren, manches regte auch zum Nachdenken an. Text und Fotos: Klaus Graeb

Ungewohntes Klima erfordert die richtige Ausrüstung

Flug KL0753 landet pünktlich in Quito. Die dünne Luft in 2.800 Meter Höhe in der kolonial geprägten Hauptstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, macht uns anfangs ein wenig zu schaffen. Bei einer Stadtrundfahrt auf dem kleinen Hügel „El Panecillo“ – das Brötchen – erleben wir einen grandiosen Rundumblick auf Quito mit seinen unzähligen Kolonialbauten und Kirchen, seinen farbigen Häusern an den Berghängen.

Dort schneebedeckte Vulkane, hier grüne Hügel und saftige Wiesen.
Ein Ausflug zum Äquator – La Mitad del Mundo, was so viel wie „Mitte der Welt“ bedeutet – unweit von Quito, ein Abstecher nach Otavalo zum berühmtesten indigenen Markt in Südamerika und die vielen Kontakte mit der freundlichen Bevölkerung in ihrer farbenfrohen Kleidung geben uns einen ersten Einblick in die Vielfalt dieses Landes. Hektik ist ein Fremdwort, Gelassenheit und Freundlichkeit sind gefragt.

Unser Ziel: Wir wollen die Natur mit ihrem unglaublichen Reichtum an Flora und Fauna entlang der ökologischen Pfade kennen lernen. Allein in der Gegend von Papallacta auf 3.200 Metern Höhe mit seinen heißen Thermalquellen ca. 60 km südöstlich von Quito gibt es über 160 Vogelarten und unzählige endemische Pflanzen. Unser Reiseleiter überschüttet uns mit seinem Wissen – ein wandelndes Lexikon. Wohin man schaut: Alles ist grün. Berge auch hier, umgeben von schneebedeckten Vulkanen.

Es geht in den Amazonas von 3.200 Meter Höhe hinunter auf 600 Meter. Wir passieren kleine Dörfer wie Baeza und Tena. Trotz sechs Stunden Fahrt erscheint alles kurzweilig. Die Vielseitigkeit der Landschaft, wie auch das ständig wechselnde Wetter in jeder Höhenlage, beeindrucken uns. Die gut ausgebauten Straßen mit ihren unzähligen Kehren zu den Passhöhen hinauf und wieder hinunter scheinen endlos. Gerade hat es noch heftig geregnet und es wurde merklich kühler, jetzt scheint wieder die Sonne. Die ungewohnten klimatischen Verhältnisse zeigen auf, dass eine gute und richtige Ausrüstung erforderlich ist. Die Vielfalt an Flora und Fauna ist unbeschreiblich. Allein die unzähligen Farben und Formen machen einen sprachlos. Alles harmoniert in der Natur. Wir haben den Eindruck, wir befänden uns im Garten Eden. Fremdartige Geräusche hier und dort. Exotische Düfte von unbekannten Blüten. Wilde Orchideen säumen unsere Wege. Der Regenwald macht seinem Namen alle Ehre. Es regnet fast jeden Tag.

Der Regenwald – Balsam für die Seele

Warmer Regen – nicht von langer Dauer. Danach die vielen Geräusche herabfallender Tropfen auf Blätter und von Bäumen. Sie reflektieren zart und perlend die plötzlich durchscheinenden Sonnenstrahlen. Alles duftet, zum Teil betörend. Man holt tief Luft, schließt die Augen in Richtung Sonne und hält für einen Moment inne. Balsam für die Seele. Man vergisst, wo man ist.

Ich öffne die Augen und bemerke, dass ein Kolibri mich beobachtet. Zu spät zücke ich die Kamera – was bleibt, ist die schöne Erinnerung. Vorsicht – nicht ins Wasser fallen! So scherzhaft werden wir gewarnt, als wir bei einer Kanutour auf dem Napo River in Richtung Santa Rosa fast geräuschlos dahingleiten. Kaimane – gut versteckt. Man fühlt sich beobachtet. Aufgeschreckte Kraniche machen sich bemerkbar. Eine große und anstrengende Tour steht uns im Yasuni Nationalpark bevor. Es hat die letzten Tage ungewöhnlich viel geregnet. Auch hier macht sich die Klimaveränderung bemerkbar. Die Wege müssen in Gummistiefeln und mit Stöcken begangen werden. Ein anderes Durchkommen ist im Regenwald nicht möglich.

Faszinierende Natur

Mit schwerer Kameraausrüstung, einem regendichten Rucksack und perfekter Kleidung geht es gleich zu Beginn steil den Berg hinauf. Wir kommen heftig ins Schwitzen, auch die Atmung wird immer schwerer. Kurze Pausen, Zeit, inne zu halten – dann stapfen wir weiter. „Nicht vergessen: viel trinken“, sagt unser Guide, der uns auf dieser Tour begleitet und auf unsere vielen Fragen immer eine Antwort findet. Fast laufe ich gegen ein großes Spinnennetz. Eben hat es wieder einen heftigen Regenguss gegeben. Die Sonnenstrahlen suchen sich ihren Weg durch den fast undurchdringlichen Regenwald. Sie reflektieren in den kleinen unzähligen Wassertropfen, die im Spinnennetz wie Perlen dicht aneinander hängen. In der Mitte verharrt eine kleine, fast unscheinbare rote Bolaspinne.

Nach sechs Stunden erreichen wir auf einer Anhöhe eine lange Hängebrücke, die im ersten Moment nicht gerade stabil aussieht. Die Hinweise auf der Beschilderung scheinen das zu bestätigen: „Bitte einzeln überqueren – auf eigene Gefahr!“ Spannend ist der 300 Meter lange Weg auf die andere Seite. Es fängt in diesem Moment wieder an zu regnen. Rutschige Platten am Boden und die bemoosten hölzernen Querstreben sind teils durchlöchert. Quietschende Geräusche bei jedem Schritt. Man fühlt sich leicht „beschwingt“ beim Überqueren dieser Brücke. Es sollte nicht die letzte gewesen sein!

Wir haben unser Ziel erreicht – ein grandioser Ausblick in den unendlichen Regenwald. Es hat aufgehört zu regnen, der Himmel wird blau und die Sonne lässt uns wieder ins Schwitzen geraten. Mehrere Hemden und Shirts werden immer wieder gewechselt. Plötzlich ein Kreischen – da, ein Tukan. Neugierig setzt sich der bunte Vogel auf einen Ast ganz in unserer Nähe. Sein großer ausgeprägter Schnabel erscheint größer als sein Körper. So schnell er da war, fliegt er auch wieder davon.

Paradies vom Erdöl bedroht

Bei unserer Weiterfahrt passieren wir unzählige Wasserfälle, die über mehrere Etappen senkrecht in die Tiefe stürzen. Es ist kaum zu glauben, dass in diesem fast 10.000 Quadratkilometer großen Refugium in nächster Zeit Erdöl gefördert werden soll! Weiter in Richtung Süden durchqueren wir das kleine Städtchen Banos, genießen dort die bekannten lokalen Produkte – verführerische Süßigkeiten aus Zuckerrohr wie Melcochas und Panela. Zum Glück halten wir uns nur kurz dort auf. Zu jeder Reise nach Ecuador gehört die legendäre Zugfahrt zur Teufelsnase.
In Riobamba besteigen wir die historische Bahn, die im gemächlichen Tempo durch die grandiose Landschaft fährt – wir passieren die Lagunen Cajabamba und Colta, das kleine Dörfchen Guamote. Kinder rennen neben dem Zug her und winken uns fröhlich zu. Dann geht es spektakulär im Zickzack hinunter ins Tal und die gleiche Strecke auch wieder zurück. Auf unserer Weiterfahrt taucht vor uns der höchste Berg Ecuadors auf, der schneebedeckte und majestätisch wirkende Vulkan Chimborazo mit seinen 6.310 Metern. Sein Gipfel hat von allen Punkten der Erdoberfläche die weiteste Entfernung zum Erdmittelpunkt – wieder etwas dazu gelernt.

Die letzte Inka-Hochburg

Auf der Strecke nach Cuenca machen wir auf meinen Wunsch einen Abstecher zur letzten Bastion der Inkas im Norden ihres damaligen Reiches – Ingapirca, was in der Sprache der Inkas „Steinwand“ bedeutet. Diese sehenswerte Kulturstätte ist gut erhalten und vieles erinnert an den Machu Picchu in Peru. Weitere Ausgrabungen in der Gegend sind geplant, aber wie so oft fehlt auch hier das Geld.

Cuenca, ein weiteres Weltkulturerbe auf der Liste der UNESCO, mit seiner pittoresk anmutenden Altstadt. Prachtvolle Kirchen und Kolonialbauten, archäologische Stätten, wohin man sieht, herrliche Parks, die zum Verweilen einladen. Alles kann zu Fuß erkundet werden. Aber aufgepasst: Kopfsteinpflaster. Richtiges Schuhwerk ist angebracht. Und woher kommen die Panamahüte? Richtig – aus Cuenca. Uns zieht es weiter in Richtung Süden zu einem der höchstgelegenen Nationalparks in den Anden – dem Cajas Nationalpark. Zwischen 3.100 und 4.400 Meter hoch gelegen.

Die Luft wird wieder dünner. Immer tief durchatmen und viel trinken. Es erwartet uns eine grandiose Landschaft, die ihresgleichen sucht. Mit einem kundigen Führer geht es die nächsten sechs Stunden auf einem der vielen anspruchsvollen Höhenwege durch den Park. Unterschiedliche klimatische Bedingungen bedeuten hohe Anforderungen an eine gute Ausrüstung und Kondition. Ich bin immer wieder froh, das beherzigt zu haben.

Dank Golfstrom nie Schnee

Jetzt erwartet uns eisiger Wind bei bis zu -10 °C. Trotz der Kälte schneit es dort wegen der Nähe zum Golfstrom nie. Bäume in dieser Höhe findet man so gut wie gar nicht, aber endemische Pflanzen und Blumen, die sich diesen klimatischen Verhältnissen bestens angepasst haben. Unendlich weite Landschaften, dort eine Lagune im Hintergrund, hier viele kleine Seen, schroffe Bergspitzen am Horizont. Der Boden ist übersät mit verschiedenfarbigen Flechten in allen Formen und Größen, vorwiegend auf Steinen. Dazwischen schaut eine einzelne Blume in kräftigem Blau hervor und wiegt sich im Wind. Brillenbär, Tigerkatze, Puma und noch einige andere Tiere sind zu sehen – wenn man Glück hat. Auch ein endemischer Kolibri soll gesichtet worden sein – das Purpurkehl-Glanzschwänzchen. Ob man sich diesen Namen merken kann? Natur pur – wir sind froh, als wir am Ziel unseren Bus erreichen. Er bringt uns in drei Stunden von 4.000 Meter hinunter auf Meereshöhe, nach Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors. Dort warten wir auf unseren Weiterflug zu unserem nächsten Abenteuer: den Galapagos-inseln. Davon berichte ich das nächste Mal. Lassen Sie sich überraschen.

Zum Autor und zur Reise

Klaus Graeb – Reisejournalist und Naturfotograf sowie zertifizierter Lateinamerika-Experte bereist seit vielen Jahren Mittel- und Südamerika. Neben Vorträgen über Lateinamerika, das südliche Afrika und europäische Länder schreibt er auch für verschiedene Magazine. Öffentliche Fotoausstellungen ergänzen sein Portfolio. Klaus Graeb – Reisejournalist und Naturfotograf sowie zertifizierter Lateinamerika-Experte bereist seit vielen Jahren Mittel- und Südamerika. Neben Vorträgen über Lateinamerika, das südliche Afrika und europäische Länder schreibt er auch für verschiedene Magazine. Öffentliche Fotoausstellungen ergänzen sein Portfolio.

Zusammengestellt wurde die Rundreise von der Reiseagentur Wimsheim. Sie ist spezialisiert auf alle Arten von Individualreisen bis hin zu Gruppenreisen weltweit und arbeitet mit allen namhaften Veranstaltern zusammen.

Reiseagentur Wimsheim
Tel. 07044/940627 oder 07044/940629
E-Mail: monika.graeb@takeoff-reisen.de oder presse-wi@email.de

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