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Maier Sports Active Team | Blümlisalp

Wenn es im Tal zu heiß wird, dann muss man am besten so hoch wie möglich hinauf. Also haben wir beschlossen, vor der Sommerhitze ins Berner Oberland zu fliehen. Wenigstens für zwei Tage.

Eine Hike & Fly Tour, den Berg hinauf laufen und dann mit unseren Gleitschirmen ins Tal Fliegen. Ziel ist die Blümlisalphütte, wunderschön gelegen auf dem Pass zwischen Kander- und Kiental, hoch über dem Oeschinensee und unmittelbar vor der gewaltigen Kulisse der Blümlisalp-Gipfel.

Um halb 10 sind wir an der Bahn, die uns die ersten 400 Höhenmeter erspart, eine halbe Stunde später beim Aufstieg zur Hütte. Hochsaison! Eine bunte Schlange windet sich den beliebten Weg zum See hinüber, und beim Überholen der ein oder anderen Klein- oder Großgruppe hören wir allerlei fremde Sprachen. Schwitzerdütsch ist kaum dabei. Glücklicher Weise machen uns zwei freundliche Franzosen darauf aufmerksam, dass wir die Abzweigung zur Hütte gerade schon verpasst haben. Nach einer kurzen Richtungs-Korrektur viertelt sich schnell der Bergauf-Verkehr, aber wir sind immer noch auf der beliebtesten Rundstrecke um eine der touristischen Kronjuwelen im Oberland, den Oeschinensee. Und das ist sie zurecht! Nach jeder Wegbiegung überrascht ein neuer Aus- und Tiefblick zwischen türkisblauem Wasser, beeindruckenden Steilwänden und den vergletscherten Gipfeln.

Nach guten eineinhalb Stunden haben wir die erste Rast verdient. Gegen den Durst gibt’s Suure Moscht (natürlich Alkoholfrei) und Rivella und gegen den Hunger Mutschli aus eigener Produktion der Oberbärgli-Alm. Während bisher eher Strecke zurück zu legen war, fängt jetzt die Steigung an. Und schnell sind mit uns nur noch wenige Tourengeher unterwegs, denn die insgesamt 1400 Höhenmeter verlangen einiges an Kondition. Ein wenig neidisch schauen wir manchmal auf die leichten Tagesrucksäcke der Hüttentouristen, immerhin schleppen wir etwa 15 kg den Berg hinauf. Aber dafür können wir uns um so mehr auf einen schönen Flug freuen, während die anderen zu Fuß absteigen müssen. Zwischen tosenden Gletscherbächen, steilen Moränen und schroffen Felswänden geht es nach oben. Ein sehr abwechslungsreicher Weg, der mit seinen immer neuen Eindrücken die Anstrengung zumindest teilweise vergessen lässt. Langsam verlassen wir die Vegetationszone, nur noch wenige Blümchen trotzen der Höhe.

Das letzte Stück zum Pass hinauf kommt uns mindestens so lange vor, wie die ersten beiden Stunden. Aber dann haben wir auch diese Etappe geschafft, der Panoramablick ins satt-grüne Kiental bis zum Thuner See entschädigt für alles. Wir schmunzeln über den gut platzierten Hinweis auf Kaffe, Kuchen und Eis auf der Hütte, tatsächlich beflügelt er uns den Endspurt der letzten 50 Höhenmeter geradezu hinaufzufliegen. Dann haben wir uns den Koffeinputsch, die leckere Zwetschgenwähe und die ganz große Apfelschorle auch wirklich verdient! Und eine ausgedehnte Pause um einfach mal nur zu genießen. Heute Nacht bleiben wir hier, nach dem Abendessen fallen wir schnell in unsere Lager, glücklicher Weise fast allein im Schlafraum.

Auf über 2800 m schläft man allerdings ohne Höhentraining nur bedingt gut und so freuen wir uns, als es endlich hell wird und das Geschirrklappern im Tagesraum zum Frühstück ruft. Die meisten Hüttenbesucher machen sich schon auf den Weg ins Tal, wir nehmen uns gestärkt noch etwas Zeit. Jetzt kommt es darauf an, den richtigen Startzeitpunkt zu erwischen.

Wir brauchen leichten Wind von vorn am Startplatz, auf dem feinen und scharfkantigen Geröll muss es optimal passen, damit wir sicher abheben können. Endlich ist es soweit. Die Morgensonne setzt die erste Thermik sanft in Gang und bei guten Bedingungen sind wir schnell in der Luft! Das hochalpine Gelände fordert einigen Respekt, aber ein unbeschreibliches Glücksgefühl macht sich bis in die Flügelspitzen breit. Die Gams grüßt scheu aus den Felsen und ein imposanter Steinadler zieht ein paar Kreise mit uns vor der senkrechten Wand. Langsam schweben wir zurück ins Tal, eine Runde noch über dem Dorf und den ersten Gästen im Freibad. Dann sind wir zurück im Hochsommer, packen glücklich unsere Flügel wieder in den Rucksack und freuen uns über dieses großartige gemeinsame Erlebnis und auf einen wirklich guten Cappucino.