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Nepal | Genusswandern unter dem Dach der Welt

„Ich komme wieder“, hatte ich nach meinem Ausflug nach Nepal vor zwei Jahren versprochen. Ich war begeistert von den Menschen, der Atmosphäre, der Landschaft. Ich habe manchen mit meiner Begeisterung angesteckt. Fünf haben mich begleitet, um das Versprechen einzulösen. - Rainer Bommas

Ein taffer Anstieg

Bereits seit zwei Stunden besteht unser Weg nur aus Treppen. Die Menschen hier in der Annapurna Region müssen diese Stufen über Genrationen angelegt haben. Immer wieder tauchen Rastplätze auf, an denen sich unser Träger und wir ausruhen können. Diese traditionellen Sitzstufen sind aus Steinen gebaut. Sie sind so angelegt, dass die Sherpas, die unser Gepäck über einen Kopfriemen tragen, die Last bequem absetzen und anschließend wieder aufnehmen können. Uns fällt auf, dass diese ein wenig an Pyramiden erinnernden Steinanlagen stets an sehr schönen Orten gebaut sind, meist mit herrlichem Ausblick und immer mit Bäumen darauf, die Schatten spenden.

An solch einem Platz befinden wir uns gerade, unterwegs auf dem Weg nach Ulleri. 2.600 Stufen sollen es laut Reiseführer sein, hinauf in dieses Bergdorf, wo sich unser Teehaus für die kommende Nacht befindet. Wir wollen es genau wissen und zählen schon seit dem Verlassen unseres Guest Houses im Tal die Treppenstufen.

Alle 500 Stufen errichten wir ein kleines Steinmanterl – Steine gibt es schließlich genug. Und ein bisschen Alpentradition wollen wir auf unserem sechstägigen Rundweg im Himalaya auch zurücklassen, sozusagen als Gruß von Gebirge zu Gebirge.

Auf der Steinstufe sitzend, schauen wir zufrieden ins Tal, verfolgen den Weg unseren Aufstiegs mit den Augen zurück. Claudi, die bislang Wandern oder Trekking nicht zu ihren bevorzugten Freizeitaktivitäten zählte und auch sonst nicht übermäßig viel Sport treibt, atmet ein bisschen schwerer als die übrigen und wünscht sich, zu Hause doch die eine oder andere Jogging-Runde gedreht zu haben. Sie blickt daher ein bisschen bang nach oben, will wissen, wie weit der Weg noch ist. So rund 1.000 Stufen sollten noch vor uns liegen, sofern die Angaben im Wanderführer stimmen. Mit lobenden Worten über die bereits vollbrachte Leistung und aufmunternden Sprüchen für den noch vor uns liegenden Weg versuchen wir Claudi für den weiteren Aufstieg zu motivieren, was sie mit einem dankbaren Lächeln und rollenden Augen quittiert.

Gerade als wir losgehen wollen und den Blick noch einmal nach oben richten, sehen wir, dass sich die Wolkenschichten verzogen haben. Mit großen Augen schauen wir auf das Bergmassiv des Annapurna mit seinen Gipfeln. Der Anblick des 8.000-ers verschlägt uns zunächst den Atem, bevor jeder seiner Begeisterung Ausdruck verleiht. Und direkt danach erfolgt der zwanghafte Griff zu Kamera oder Handy, um diese faszinierende Landschaft festzuhalten.

Claudi scheint aus diesem Bild neue Kraft zu schöpfen. Auf jeden Fall nehmen wir voll motiviert die nächsten Stufen in Angriff, erklimmen Höhenmeter für Höhenmeter. Immer öfter schauen wir nicht mehr nur auf die nächste Treppe, die Peter mit jedem Aufsetzen des Fußes akribisch zählt, sondern halten kurz inne. Denn immer wieder wollen wir diesen grandiosen Blick nach oben genießen.

Beim Gehen ist Konzentration gefordert. Der Treppenweg ist zwar breit. Schließlich ist er die einzige Verbindung zwischen dem Tal und den Dörfern in der Bergregion. Das heißt, das gesamte Baumaterial, viele der Lebensmittel, die Einrichtung für die Teehäuser, die Werkzeuge – alles muss auf diesem Weg hinauf getragen werden. Meist von Menschen, einiges auch mit Packpferden, die erstaunlich flott über die Stufen traben.

Doch trotz der breiten Treppen ist man ständig gefordert, seinen Fuß exakt zu setzen. Denn die aus den reichlich vorhandenen Steinen gebauten Stufen sind nicht nur unterschiedlich hoch und uneben, sondern jede Stufe ist natürlich ein Unikat. Man entscheidet jedes Mal, ob man noch einen Zwischenschritt einlegt, eine zusätzliche Kante nutzt, um die Stufe in zwei Schritten zu nehmen, ob man auf der Stufe zwei kleine oder besser einen großen Schritt macht, ob man die Kurve innen oder außen angeht. Alles nicht schwierig, aber man muss aufpassen und achtsam gehen.

So haben wir weitere 500 Stufen genommen und ein weiteres Steimanterl errichtet. Etwas getrunken. Uns verschaut. Uns unsere Begeisterung mitgeteilt. Noch mehr Bilder von der Landschaft, den Bergen, den Menschen gemacht. Es gibt sehr viel zu schauen.

Kraftvoller Hausbau

Während wir noch kurz ausruhen, nähert sich uns ein Einheimischer mit großen Holzplatten auf dem Rücken. Auch er trägt diese beachtliche Last in traditioneller Weise mit einem Riemen über den Kopf. Dabei muss er diese ungefähr Tür großen Holztafeln natürlich bei jedem Schritt ausbalancieren. Mit einem freundlichen „Namaste“, dem nepalesischen Gruß, zieht er an uns vorbei, während wir ihn mit ungläubigen Blicken bestaunen und ihm dann auf seinem Weg nach oben folgen. Später erkenne ich, dass sein Transportgut die Deckenplatten in den Teehäusern sind.  Jedes Teil des Hauses muss so nach oben getragen werden…

Einige Schweißtropfen später erreichen wir das Dörfchen Ulleri. „2.700 Stufen“, meldet unser menschliches Zählwerk Peter, während wir auf Claudi und Mingma warten, der als Motivator und Kümmerer während des Aufstiegs immer in ihrer Nähe bleibt. Wir empfangen sie mit Applaus in der Annahme, dass wir unser Tagespensum gleich geschafft haben. Doch weit gefehlt.

Heimisches Gefühl im Four Season

Das Dörfchen Ulleri schmiegt sich mit seinen weit auseinandergezogenen Wohn- und Teehäusern weit den Hang hinauf. Als Mingma mit ausgestrecktem Arm nach oben zeigt und uns entspannt lächelnd die Richtung zu unserem Domizil weist, schwant uns Übles. Und tatsächlich sind es noch einmal fast 700 Stufen, bevor wir im Guest House „Four Seasons“ eintreffen. Zwei unserer Träger, die vorausgegangen waren, haben dort für uns bereits Quartier gemacht, unser Gepäck auf den Doppelzimmern mit Dusche, WC und Waschbecken verteilt. Sie lächeln uns zum Empfang freundlich entgegen.

Das Timing ist perfekt. Denn kaum haben wir uns in unseren Zimmern eingerichtet und uns ein wenig im „Four Seasons“ umgeschaut, entlädt sich in den schnell über die Berge hereingezogenen dunklen Wolken ein Gewitter. Doch nicht nur Blitze und Donner bieten ein faszinierendes Naturschauspiel, das wir in der sicheren Hütte interessiert beobachten. Für unsere Ohren besonders ist auch das laute Trommeln des heftigen Regens auf die obligatorischen Wellblechdächer, mit denen alle Häuser in der Region gedeckt sind.

Plötzlich wird das Prasseln zu ohrenbetäubendem Lärm. Es hagelt. Große Hagelkörner stürzen aus dem Himmel und bedecken in wenigen Minuten bis zu 10 cm hoch die Gemüsegärten, die Terrasse und was wir sonst noch aus den Fenstern in unmittelbarer Nähe des Hauses sehen. Von den Berggiganten ist längst nichts mehr zu erkennen.

Nepalische Küche

Wir sitzen am Tisch, lassen die Tour vor unseren geistigen Augen Revue passieren, sprechen aufgeregt über unsere Eindrücke, als Mingma plötzlich verkündet: „Tea Time“. Aus der großen, bunt bemalten Thermoskanne gießt er die Teesorte unserer Wahl in den Tassen auf. Wer möchte, bekommt auch frisch gebrühten Kaffee aus der Bodum-Glaskanne, die der ganze Stolz von Jagge ist. Er ist nicht nur Träger, sondern auch Koch. Das werden wir auf dieser Tour noch reichlich zu schätzen wissen.

Nachdem unsere Crew alles abgeräumt hat, setzen sie sich zusammen mit Mingma an einen entfernten Tisch, um nun gemeinsam zu essen. Mingma klärt uns später auf, dass es so üblich sei, dass nur der Guide den engen Kontakt zu den Gästen hält, während sich dessen Mitarbeiter im Hintergrund halten. „Unsere Jungs“ haben dabei aber stets ein offenes Auge und reagieren sofort, falls einmal eine Gabel zu Boden fällt, ein Glas fast leer oder nichts mehr auf dem Teller ist. Extrem zuvorkommend und alles mit großer Herzlichkeit. Wir fühlen uns fürstlich umsorgt.

Am nächsten Morgen

Das Gewitter ist längst vorbei, die Sterne leuchten am Himmel, so hell wie wir das wohl noch nie gesehen haben, und auch der Strom, der zwischenzeitlich ausgefallen war, ist wieder da. Satt, zufrieden und müde ziehen wir uns in unsere Zimmer zurück. Nach der Uhrzeit oder dem Handyempfang hat an diesem Tag niemand gefragt.

Am nächsten Morgen geht’s gut ausgeschlafen nach dem Frühstück weiter. Der Himmel ist wieder so blau wie am Vortag, und bei angenehmen 20 °C bis 25 °C setzen wir unseren weiterhin meist von Treppen gebildeten Weg nach oben fort. Das Annapurna-Massiv begleitet uns, so dass wir erneut unzählige Bilder machen, zumal mit dem Dhaulaghiri ein weiterer 8.000-er auftaucht.

Absoluter Star ist aber der „Machapuchare“. Der knapp 6.000 m hohe Doppelgipfel dieses heiligen Berges steht wie ein Monolith in der Landschaft, der aus dem tiefen Tal wächst. Dadurch wirkt er optisch fast höher als die berühmten 8.000-er daneben. Im Verlauf der Wanderung ändert sich der Blickwinkel immer wieder, am Ende sehen die beiden Gipfel tatsächlich wie ein Fischschwanz aus, da sie verschränkt in den Himmel ragen. Dieser tolle Berg bedeutet ganz einfach noch mehr Bilder und weitere begeisterte „Ahhs“ und „Ohhs“.

Der reichhaltige Lunch in einem Guest House am Wegesrand, wie immer mit viel Gemüse, exotischen Gewürzen und viel Erklärungen von Mingma zur Zubereitung, ist eine willkommene Pause, um in aller Ruhe die vielen Eindrücke aufzunehmen. Inzwischen haben wir mehr als 4.500 Stufen in den Beinen. Dabei geht es allen gut. Keine Probleme mit der dünneren Luft in rund 3.000 m Höhe, alle fühlen sich fit.

Es ist mehr Betrieb als erwartet auf unserer Rundtour. Es ist Frühjahrs-Saison. März und April gelten als perfekte Reisemonate für diese Region. Von September bis November soll noch mehr los sein. Wir haben es bewusst in Kauf genommen, auf dieser frequentierten Tour unterwegs zu sein. Schließlich gehören wir alle zur Gruppe der „Best Ager“.

Tea Time auf höchstem Niveau

Außer mir war noch niemand auf Wandertour in Nepal. Daher haben wir Mingma gebeten, für uns eine Strecke auszuwählen, deren höchster Punkt nicht viel über 3.000 m hinaus geht und mit Tagesetappen so um die fünf, sechs Stunden niemanden überfordert. Wir interessierten uns nicht für die imageträchtige Annapurna-Umrundung oder den Trek ins Everest-Basecamp, sondern wir wünschten uns eine entspannte Genuss-Tour, auf der wir den hohen Bergen nahe sind, um uns beeindrucken zu lassen. Das Besteigen dieser Giganten überlassen wir gerne anderen. Unterwegs treffen wir vor allem Asiaten, kaum Europäer und nur ganz wenige Deutsche.

Als wir am Nachmittag in Ghorepani eintreffen, ist uns nach den Erfahrungen des Vortages schon klar, dass wir sicher nicht gleich im ersten Teehaus übernachten werden. Und tatsächlich, wieder sind es gut 300 weitere Stufen durch den idyllischen Ort mit seinen bunten Häusern, bevor wir in unserem Domizil eintreffen.

Und es wird fast zur Kopie des Vortages: Unser Gepäck ist bereits auf den Zimmern, das Gewitter rauscht heran, der Hagel liegt knöchelhoch auf der Landschaft und der Strom fällt aus. Nach der Dusche wieder Tea Time auf höchstem Niveau, zum Abendessen Dreigänge-Menü mit Beteiligung des eigenen Kochs und noch längeren Hälsen der anderen Touristen.

Wir gehen ins Bett mit Mingmas Ankündigung, uns um 4.30 Uhr zu wecken. Schließlich wollen wir rechtzeitig auf dem 3.500 m hohen Poon Hill stehen, um von diesem Aussichtsberg den Sonnenaufgang über Machapuchare, Annapurna und Dhaulaghiri zu genießen. Wir sind alle schon wach, als Mingma an unsere Türen klopft – bei schlechter Sicht hätte er uns schlafen lassen.

Ein atemberaubende Morgen

Wir sind warm angezogen und mit Stirnlampen ausgerüstet. Beides wäre nicht nötig gewesen. Zum einen ist es fast windstill und angenehm mild, so dass wir beim rund 45-minütigen Aufstieg – natürlich über Treppen – gehörig ins Schwitzen kommen. Zum anderen beleuchten Mond und Sterne den gut erkennbaren Weg, auf dem wir mit bestimmt zweihundert weiteren Wanderern zum Poon Hill pilgern. Dieser Berg ist eben ein Klassiker.

Dabei nehmen wir den Aufstieg fast wie eine Prozession wahr. Die Stimmung hat etwas mysthisches. Und  es lohnt sich. Der Himmel ist total wolkenfrei, die Luft ohnehin absolut klar. Die Bergriesen sind zum Greifen nah und nachdem zunächst ein Lichtschimmer mit dem ersten Leuchten der Sonne zu sehen ist, erscheint die gigantische Bergreihe plötzlich in strahlendes rotes Licht getaucht. Wir bleiben fast zwei Stunden auf dem Aussichtsberg, so dass wir am Ende dann doch fast alleine sind.

Im Guest House zurück, sind die meisten Gäste bereits dabei aufzubrechen. Es hat begonnen zu regnen, auch ist es windig geworden. Während die aufbrechenden Wanderer ihre Regenbekleidung aus den Rucksäcken angeln und mit teilweise abenteuerlichen Konstruktionen aus Ponchos, Plastiksäcken, Regenhüllen etc. versuchen, sich wetterfest zu machen, genießen wir unser Frühstück und beobachten das manchmal chaotische Treiben und amüsieren uns über den Kampf mit Plastikplanen, zu großen Kapuzen und dem strammen Wind.

Mingma bereitet uns auf einen ruhigen Tag vor, wir brauchen nicht zu hetzen und lassen uns entsprechend Zeit. Schließlich hat keiner von uns Lust, nach all den sonnigen Tagen nun plötzlich bei Regen loszulaufen. Und tatsächlich: Nach knapp einer Stunde hört der Regen auf, der Wind legt sich und wir können bei gewohnt strahlendem Wanderwetter Richtung Tadapani aufbrechen.

Insgesamt sind wir sechs Tage per Pedes im Annapurna Nationalpark unterwegs. Ziemlich genau 17.000 Treppenstufen haben wir– bergauf und bergab – bewältigt. Mingma hat die Tour so gewählt, dass wir im Falle von schlechtem Wetter notfalls auch zwei Etappen an einem Tag hätten bewältigen können.

Es gäbe noch so viel zu erzählen von dieser Tour, aber ich denke ich gebe an dieser Stelle für alle, die sich auch einmal ihren Wandertraum in Nepal erfüllen wollen, noch ein paar Infos zur Organisation, zur Ausrüstung und zu den Tagen vor und nach dem Wandern in diesem beeindruckenden Land mit seinen faszinierenden Menschen.

ORGANISATION

Vor zwei Jahren habe ich erstmals die Bergriesen des Himalaya in Natura sehen. Ich wollte nie hinaufsteigen in diese eisigen Höhen, sondern diese beeindruckenden 8.000-er einfach nur aus der Nähe bewundern. Und das geht in der Tat ziemlich problemlos. Auf Wanderwegen, die nicht anspruchsvoller und anstrengender sind, als wenn man bei uns eine Alpenwanderung von Hütte zu Hütte unternimmt.

Das hatte ich auch meiner Frau und Freunden erzählt, nachdem ich beruflich in Nepal gewesen war und dort auf einer faszinierenden Trekkingtour aus dem Staunen nicht herausgekommen war. Schließlich habe ich sie mit meiner Begeisterung angesteckt, so dass wir insgesamt zu sechst den Plan fassten, unseren nächsten Urlaub beim Wandern in Nepal zu verbringen.

Da ich Mingma Tenzing Sherpa vor zwei Jahren persönlich kennengelernt hatte, war klar, dass wir diese Tour mit ihm machen. Es traf sich umso besser, dass ich zuvor von Bekannten aus der Bergsport-Szene erfahren habe, dass er zu den absolut besten Führern Nepals zählt.

Den Flug haben wir selbst gebucht. Mingma und seine Agentur Acclimatice Nepal (Acclimatize) organisierten für uns den Rest: Abholung vom Flughafen am späten Abend, Buchung der Unterkunft in Kathmandu, wo wir zwei Nächte verbrachten, Sightseeing mit Rundum-Betreuung in der Hauptstadt, und die Busfahrt Richtung Pokhara zum Start unserer Wandertour.

Wir wollten die 240 km lange Strecke unbedingt mit dem Bus zurücklegen. Einerseits, weil man so am meisten von der Veränderung der Landschaft und der Vegetation mitbekommt. Der Smog, Dreck  und Lärm Kathmandus bleiben langsam zurück. Nach und nach fahren wir in eine immer klarer und grüner werdende Welt. Der Verkehr wird während der acht Stunden langen Busfahrt über katastrophale Straßen allmählich weniger, man kann sich der faszinierenden Bergwelt körperlich und seelisch langsam annähern.

Andererseits zeigt solch eine Überland-Busfahrt eindrücklich die desolate Infrastruktur des Landes, überladene LKW und Busse, Elend am Straßenrand der Metropole, das nach und nach verschwindet, reißende Flüsse, Hängebrücken und eine nachlassende Bevölkerungsdichte mit jedem Kilometer.

Andererseits zeigt solch eine Überland-Busfahrt eindrücklich die desolate Infrastruktur des Landes, überladene LKW und Busse, Elend am Straßenrand der Metropole, das nach und nach verschwindet, reißende Flüsse, Hängebrücken und eine nachlassende Bevölkerungsdichte mit jedem Kilometer.

Diese Busfahrt ist eine Herausforderung für alle Sinne. So viele Farben, Formen, Gerüche, Geräusche gilt es aufzunehmen und zu verarbeiten. In Birethanti begrüßen wir unsere Träger. Sie schnüren unser Gepäck zusammen und tragen die Last mit einem Kopfriemen. So wandern wir nur mit unserem kleinen Daypack auf dem Rücken noch eine knappe Stunde in unser erstes Guest House.

Die bei Mingma gebuchte Tour schließt alle Übernachtungskosten und Mahlzeiten der insgesamt siebentägigen Wanderung ein, nur Softdrinks und Alkohol gehen extra. Eine Überraschung am Ende der Tour: In Pokhara übernachten wir in einem Edel-Hotel, das gefühlte fünf Sterne hat. Ein echter Kultur- und Luxus-Schock nach den Tagen in den Bergen.

Das Nobel-Hotel war bei unserer Buchung ebenso inklusive wie der Rückflug von Pokhara nach Kathmandu. Wir wählten dies Transportvariante, um auf dem Rückweg Zeit zu sparen und um noch einmal einen Blick von oben auf die atemberaubende Topografie des Himalaya-Staates zu werfen: Bergketten so weit das Auge reicht. Auch die beiden Abschlusstage in Kathmandu betreute uns Mingma bei unseren Touri-Einkäufen und der Besichtigung weiterer Sehenswürdigkeiten. Dabei bekamen wir Orte zu sehen, die abseits der normalen Touristenpfade liegen. Außerdem hatten wir mit Mingma einen Begleiter, der sein Land und seine Mitmenschen nicht nur liebt, sondern auch sehr viel darüber weiß. So konnte er uns Tag und Nacht Rede und Antwort stehen mit seinem fast unerschöpflichen Wissen.

Wir haben ganz bewusst eine nepalesische Agentur als Partner gewählt, da es uns wichtig ist, dass möglichst viel Touristengeld in dem bettelarmen Land ankommt. Wir können www.acclimatize.ne nur wärmstens empfehlen, zumal Mingma zahlreiche soziale und medizinische Spendenprojekte betreut.

Text von Rainer Bommas

Bilder von Ulrike und Barbara Bommas

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