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Skitouren-Entdeckungsreise auf der Vulkaninsel

Island – Land der Geysire, des Wassers und der Wasserfälle, Land schwarzen Lavagesteins und der mächtigsten Gletscher Europas. Solche Bilder haben viele Outdoorer vor Augen, wenn sie an die größte Vulkaninsel der Erde denken. Und ich als Fotograf besonders. Das Land stand daher auf meiner Reiseliste schon lange ziemlich weit oben, aber eben nie ganz. Bis jetzt. Text und Fotos: Wolfgang Ehn

Als von einer Freundin, einer begeisterten Skitouren-
Geherin, die Idee aufkam, die Wintersaison zu verlängern, fiel der Name Island. Neben Norwegen. Aber da sei sie ja bereits gewesen und Island sei das neue Norwegen des Skitouren-Gehens, meinte sie. Ich war zunächst skeptisch, da die Island-Bilder in meinem Kopf immer Sommerbilder waren. Also recherchierte ich erst einmal. Und tatsächlich: gleichmäßige, tief verschneite Hänge mit endlosen Abfahrten bis zum Meer wurden angezeigt. Ein Traum für Skitouren-Geher und Freerider. Ich war sofort begeistert.

Zwei Monate später landen wir in Reykjavik. Franz, begeisterter Skifahrer, ist kurzfristig ebenso mit von der Partie wie Iris. Wir holen unser Mietauto ab, kaufen für die nächsten Tage ein und verlassen die Region um die pulsierende Hauptstadt. Zwei Drittel aller Einwohner Islands leben hier. Insgesamt sind es ohnehin nur 340.000, weniger als in Wuppertal wohnen. Die Fahrt geht nach Norden, zuerst über die Ringstraße, die einmal um die Insel führt, dann am Nordmeer entlang nach Siglufjördur.

Die fünfstündige Reise gibt bereits einen guten Eindruck davon, was uns wettermäßig auf Island so alles erwarten wird: Sonne, tolle Wolkenformationen, starker Wind, Regen und Schnee. Alles ist kleinräumig und schnell wechselnd dabei. Im selbsternannten nördlichsten Ort Islands angekommen, herrscht tiefster Winter, als Gustaf uns freundlicherweise noch mitten in der Nacht seine Ferienwohnung aufschließt.

Der nächste Tag empfängt uns mit tiefblauem Himmel, frischem Pulverschnee und Windstille. Ein perfekter Wintertag. Wir schauen aus unserem Fenster und sehen in dem gleißenden Weiß, wie zwei Tourengänger eine schöne Flanke direkt oberhalb unseres Ortes ansteuern. Wir haben aus-geschlafen mit dem Wissen, dass die kalten Temperaturen keinen frühen Aufbruch erfordern, und starten daher zwei Stunden später zur gleichen Tour. Gleich hinter den letzten Häusern von Siglufjördur gehen wir los und erreichen bald schon den traumhaften Hang. Direkt über dem Meer und mit Blick zurück auf unseren Ort steigen wir über die 30 Grad steile Flanke zu unserem ersten Gipfel auf. Die Rundumsicht ist fantastisch und Dankbarkeit macht sich breit. Eigentlich haben wir alles, weshalb wir nach Island gefahren sind, schon am ersten Tag bekommen.

Als am nächsten Tag die Wolken tief hängen und es zunächst schneit, machen wir uns auf nach Dalvik, ca. 30 Autominuten südlich. Hier wollen wir in einem Café eine Landkarte kaufen, um unsere Touren planen zu können. Damit kommt man in der übersichtlichen Berglandschaft bestens zurecht.

Als wir in das liebevoll gestaltete Café eintreten, weht uns eine Gemütlichkeit in Form von Kaffeeduft und frischem Kuchen entgegen, die man in den kleinen Orten mit den wellblechverkleideten Häusern so nicht vermutet. Andere Tourengeher sind auch hier, ansonsten noch ein paar „normale“ Touristen. Die Zeit vergeht schnell. Das Island-Wetter ebenso. Somit brechen wir schon bald auf, um uns das Gebiet in den Bergen südlich von Ólafsfjörður anzuschauen und dort noch eine Tour zu gehen.

Atemberaubende Abfahrt mit mäßiger Schneehöhe

Die anschließende Abfahrt startet im 30 cm tiefen, frischen Pulverschnee, auf einer guten Unterlage. Ein Traum. Doch auf den letzten 150 Höhenmetern holt uns die Wirklichkeit ein. Hier fehlt eine stabile Grundlage unter dem Pulverschnee. Wir müssen aufpassen, die Ski nicht zu ruinieren.
Überhaupt liegt dieses Jahr sehr wenig Schnee in Island. Ein befreundeter Bergführer, der hier jedes Jahr viele Touren führt, hatte mir den Zeitraum Mitte bis Ende April als ideal für entspannte Firntouren mit Abfahrten bis zum Meer empfohlen. Bis vor ein paar Tagen war unten in Meeresnähe gar kein Schnee, weiter oben auch nicht viel. Da haben wir jetzt mit dem Neuschnee richtig Glück.

Kurz bevor es auf der Straße wegen der Schneemassen aus dem Winter nicht mehr weitergeht, passieren wir einen Heliski-Anbieter. Aufgrund der angespannten Lawinensituation und des Wetters verzichten wir aber und starten lieber zu Fuß direkt von unserem Auto aus über einen flachen Bergrücken hinauf. Bei eisigem, beißenden Wind, doch glücklicherweise in einem Sonnenloch, erreichen wir den Vorgipfel. So kalt wie hier kam es mir in den heimischen Bergen den ganzen Winter nicht vor, obwohl wir nur –5 °C haben, dafür aber einen stetig blasenden Wind. Für die nächsten Tage ist Neuschnee und danach starkes Tauwetter angekündigt.

Nach einer Tour, die wir am nächsten Tag auf halber Höhe wegen Nebels und der erheblichen Lawinengefahr abbrechen, machen wir uns auf nach Holar. Iris hat bei dem ca. eine Autostunde entfernten Dörfchen mit seiner malerischen Kirche in einer wildromantischen Berggegend heiße Quellen entdeckt. Und genau da müssen wir hin. Es ist wirklich ein einmaliges Erlebnis, bei tiefwinterlichen Temperaturen in die einsamen, dampfenden Natur-Pools zu steigen. Auf dem Rückweg begleiten uns tolle Lichtstimmungen der untergehenden Sonne. Beim Blick auf die Uhr sind wir erstaunt, dass es schon 22:30 Uhr ist. Aber klar, so nah am Polarkreis sind die Tage im Frühjahr schön lang.

Überhaupt wollen wir neben den genialen und landschaftlich einmaligen Skitouren hier auch etwas von Island sehen. Und so geht es am nächsten Tag bei Regen zuerst einmal zum Godafoss Wasserfall, der mir als Fotograf die bekannten Island-Fotomotive liefert. Dazu bietet das frische Türkis bzw. das leuchtende Rot unserer Maier Sports Hardshell-Jacken den perfekten Kontrast. Die funktionellen Tamesi Jacken mit der oppelmembran-Technologie System Dual Protection® begleiten uns den ganzen Urlaub und machen bei den schnell wechselnden Bedingungen von Winter bis Sommer, von Schnee über Sonne bis Regen und bei zeitweise kräftigem Wind durchweg eine gute Figur. Weiter geht unser Ausflug den schönen Myvatn See entlang zu den Thermalfeldern von Hverarönd. Überall brodelt und dampft es. Und es riecht gewaltig nach Schwefel. Island liegt mitten auf dem Mittelatlantischen Rücken, der Europa von Amerika trennt. Daher ist man dem Erdinnern hier besonders nah. Auf dem Rückweg legen wir einen Zwischenstopp in Akureyri ein, der nach Reykjavik größten Stadt. Allerdings ist Größe relativ: mit gut 18.000 Einwohnern ist sie kleiner als z. B. Garmisch-Partenkirchen.

Als es schließlich an den letzten beiden Island-Tagen noch einmal kalt wird, bekommen wir sogar die Chance auf unsere erhofften Firntouren. Somit haben wir alle Schneearten angetroffen. Als wir am Abschlusstag unseren letzten Gipfel mit einer wunderbaren Sicht über die angrenzenden Fjorde „machen“, empfinden wir das als krönendes Finale einer runden Reise.

 

 

 

Island ist definitiv eine Reise oder besser mehrere Skitouren-Reisen wert.