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CHILE TAG 2 | TEMPO RUNTER

Bereits nach einem Tag Aufenthalt ging es heute Morgen um 5 Uhr mit dem Flugzeug weiter in den Norden. Unser Ziel: San Pedro de Atacama, das Tor zur Atacama Wüste, dem trockensten Ort der Erde.

Schon bei der Ankunft war uns klar: Hier geht das Leben einen anderen Gang. In die Atacama zu reisen ist wie mit dem Fahrrad mit Schwung in den Sand zu fahren. Man kommt weiterhin voran – nur seeeeeehr viel langsamer und anstrengender. Das Altiplano, die Hochebene, liegt auf durchschnittlich über 3.000 Höhenmetern. Einige Stationen unserer kommenden Tage werden sogar über die 4.000-Marke gehen – eine Höhe, in der Akklimatisierung extrem wichtig gegen die Höhenkrankheit ist.

Diese kann sich durch starke Kopfschmerzen, Übelkeit bis Erbrechen, starke Müdigkeit und Schwäche, Schwindel, Atemnot, Tinnitus und Schlafstörungen äußern. Schon auf der Fahrt vom Flughafen nach San Pedro bekamen wir im Auto die Höhe zu spüren. Im Nu ist die Nase zu als wäre man in einem extrem staubigen Raum.

Am liebsten hätte ich mir im Halbstundentakt die Nase geputzt. “Das ist der hohe Luftdruck, nicht der Staub”, erklärt mir unsere Reiseleitung. “Einfach bewusst tief und langsam weiter atmen”, rät sie. Tanja, Paul, Vivi und ich tun wie uns gesagt, kommen zur Ruhe und lassen gedankenverloren die endlose Weite, die am Horizont von den schneebdeckten Vulkanen der andinen Gebirskordillere umgrenzt ist, auf uns wirken. Der “Norte Grande”, der große Norden, ist seit rund 100 Jahren Chiles wirtschaftlich wichtigste Region. Vor allem Kupfer und Salpeter bescherten und bescheren Chile Arbeitsplätze, eine der stabilsten Ökonomien Lateinamerikas, Devisen, aber auch historische, politische Konflikte, massive Umweltschäden und wirtschaftliche Abhängigkeiten. Das kleine San Pedro de Atacama zählt zwar nicht zu den unzähligen “oficinas”, das heißt Bergbau-Betriebe, war jedoch im 20. Jahrhundert eine wichtige Durchreise-Station für Viehtreiber auf ihrem Weg zu eben jenen oficinas. Bereits zu präkolumbischer Zeit (Zeit vor der Entdeckung Amerikas durch Christopher Kolumbus, Anm. d. Red.) war das Örtchen Anlaufpunkt für Reisende.

Auf der Handelsroute zwischen den Anden und dem Pazifik war der Ort einer der wichtigsten Haltestellen. Und auch heute noch herrscht in dem aus Lehm-Hütten geformten Dörfchen reges Kommen und Gehen.

Heute sind es jedoch Touristen aus aller Welt, die vor allem nachts – wenn alle von ihren Tagesausflügen zurück sind – für geschäftiges und uns sehr bekanntes Treiben sorgen. Doch für uns ging es heute wieder früh ins Bett. Die Wecker bleiben auf 4:45 Uhr gestellt. Die Geysire von El Tatio erwarten uns. Wer sie in ihrer ganzen Pracht sehen will, muss zum Sonnenaufgang da sein. Wir versuchen die überwältigenden Natur-Eindrücke des heutigen Tages zu verarbeiten und die Augen zu schließen. Lateinamerikanische Rhythmen aus gleich drei unterschiedlichen Richtungen und Bars schleicht sich in unsere Zimmer und schunkelt uns sanft in den Schlaf.