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CHILE TAG 4 | ES GEHT BUNT IN DER WÜSTE

Wüsten sind karg, leblos und monoton? Denkste! Gleich mehrfach wurden wir heute eines Besseren belehrt!

Tag 4: Es geht bunt in der Wüste

Bereits auf der Fahrt nach Valle Arcoiris, dem “Regenbogen-Tal”, zeigte uns eine Herde Lamas am Straßenrand, dass wir hier nicht alleine sind. Entgegen ihrer zierlichen, nur halb so schweren artverwandten Vicuñas sind Lamas außergewöhnlich neugierig und zutraulich. Bis auf zwei Meter konnten wir uns nähern. Vielleicht wäre auch noch näher möglich gewesen, aber wir will schon angespuckt werden.

Und stören wollten wir diese herrlichen Tiere gleich sowieso nicht.
Also blieb es nur bei einem kurzen Foto-Stopp. Kamelartige Vicuñas, Lamas, Guanaco und Alpakas, chinchilla-ähnliche Viscachas, menschenscheue Pumas, Echsen, Flamingos, Andengänse und zahlreiche weitere für uns exotische Tiere sind nicht die einzigen Lebewesen, welche die Atacama-Region aufleben lassen. Auch der Mensch ist seit Jahrtausenden hier zugegen und hinterließ Spuren. Einige davon fanden wir ebenfalls auf unserem heutigen Weg durch die Hochebene. So genannte Petroglyphen, also in Stein geschürfte Wandbilder, lassen die Wege präkolumbischer Karawanen nachkonstruieren.

Sie gehen zurück bis auf schätzungsweise 900 / 1000 N.C. Unzählige, teils meterhohe und noch heute sehr deutlich dechiffrierbare Bilder von Tieren und Menschen dienten der Kommunikation. Sie zeigten Wasserstellen, Wege, Heiligenstätten und weiteres, was sich noch nicht mit hundertprozentiger Gewissheit deuten lässt.

Wenige Autominuten später wurde uns im Valle Arcoiris auch unser Bild von der monotonen Wüste über den Haufen gehauen. Wir durchwanderten ein Tal, das in weiß, orange, rot und grün vor unseren Augen erstrahlte. Je nach Lichteinfall intensivieren und verändern sich die Farbwirkungen. Die Farbvielfalt ist der unterschiedlichen Verteilung und Konzentrationen von Mineralien im Gestein zu verdanken. Gesteine, die beispielsweise viel Eisen enthalten, sind rot, jene mit viel Kupfer grün. Erstmals bietet sich uns in dem ruhig gelegenen Tal, die Möglichkeit, die mitgebrachte Drohne fliegen zu lassen. Die Bilder, die unser Flug über und durch die vom Wind freigestellten bunten Felsen liefert, wirken fast schon irreal. Im Video, das in ein paar Wochen auf dem offiziellen Maier Sports YouTube- und Facebook-Kanal zu sehen sein wird, werdet ihr euch selbst davon ein Bild machen können! Eindrücke wie diese reichen eigentlich für einen Tag. Aber wir bekamen heute nicht genug.

Für den Abend stand noch ein Sonnenuntergang der ganz besonderen Art auf dem Programm. Im so genannten Valle de la Luna, dem Tal des Mondes, erwartete uns eine Landschaft wie ich sie bisher nur von den Bildern von TV-Maler Bob Ross kenne. Natur kann sooo kitschig sein! Zart geschwungene Düne links, schroffe schneeweiße Ebene rechts, und beides gerahmt in Felsformationen, die wie Menschen, Delfine (nach Meinung von Paul), Dinosaurier oder maßstabsgetreue Amphitheater aussehen. Alles zusammen natürlich wieder vor einer schneebedeckten Anden-Kulisse mit Vulkanen von rund 6.000 Metern Höhe. Über uns ein sternenklarer Himmel, der sich langsam von hellblau über orange zu lila, hellblau und abschließend schwarz färbt und mit jeder Minute die ganze Szenerie neu einfärbt.

Wir sind eine wissbegierige und gut informierte Gruppe. Eigentlich hat immer einer eine Frage, Geschichte oder Info parat. Doch in dieser Stunde blieben wir alle fünf ruhig. Beim Abstieg von der Düne, unserem Aussichtspunkt, versuchten wir den Kitsch der vergangenen Stunde zu fassen.

Reise-Gewinner Paul, der naturwissenschaftlich sehr belesen ist und für so ziemlich alle Erkundungen der letzten Tage Erklärungen hatte, wirkte erstmals ein wenig sprachlos: “Fantastisch. Das ist einfach fantastisch. Wenn man sowas sieht, muss man einfach nur dankbar sein, dass man auf dieser Erde sein darf.” Wir anderen vier konnten nur nickend zustimmen. Noch am selben Tag ging unsere Reise weiter. Wir verließen spät am Abend die Atacama-Wüste und machten uns mit dem Nachtbus auf den Weg noch weiter in den Norden. Von der Fahrt kann ich jedoch nicht viel berichten. Nur fünf Minuten, nachdem ich in dem superbequemen Riesen-Sessel der Klasse Semicama (“Halb-Bett”) Platz nahm, fielen mir bereits die Augen zu. Erst rund 12 Stunden später bekam ich sie beim Einparken in Arica, wenige Kilometer vor der peruanischen Grenze, wieder auf.