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CHILE TAG 5 | SPANNER!

Nicht jeder hatte das Glück des seligen Bus-Schlafs wie ich. Und so verlief der heutige Tag etwas ruhiger. Auto- statt Wandertourismus half uns dabei, ein wenig Kräfte zu sammeln und dennoch ungebremst weiter Eindrücke zu sammeln.

Tag 5: Spanner!

In Chiles nördlichster Küsten-Stadt Arica, am Pazifik vor der Grenze zu Peru gelegen, angekommen, wurden wir bereits von unserem herzlichen und uns vom ersten Moment an sympathischen Fahrer Eduardo erwartet. Bevor wir gen Osten, zurück in die Anden, fuhren, drehten wir noch eine Runde in seinem Van durch die Hafenstadt.

Einst war dies hier peruanischer Boden. Heute ist Arica dank Zollerlass Boliviens wirtschaftlicher Meereszugang. Um ehrlich zu sein, hatten wir die Stadt mehr als kurzen Durchreise-Punkt unserer Reise und weniger als Sehenswürdigkeit auf dem Schirm. Umso mehr überraschte uns der Charme der 200.000-Einwohner-Stadt. Bereits bei der kurzen Durchfahrt schwappte dieser durch die Autofenster. Bunte Häuser, künstlerisch hoch anspruchsvolle Street Art an jeder zweiten Mauer, ein charmant chaotischer Mix architektonischer Stile, zu denen sogar Gustave Eiffel zwei Gebäude beisteuerte und ein weiter Stadt-Sandstrand weckten selbst in unseren Outdoor-Herzen die Lust auf eine Stadt-Erkundung.

“Wie gerne ich jetzt ins Meer würde”, stieß Kamerafrau Vivi gleich mehrfach sehnsüchtig aus als wir am Strand vorbei fuhren. Palmen, Bars, Sport-Möglichkeiten und ein ganzjähriger Spot für die Surf-Elite ließen erahnen, was an einem sonnigen Tag in der “Stadt des ewigen Frühlings”, wie Arica im Volksmund genannt wird, abgeht.

Da es heute von fast 0 Höhenmetern auf wieder rund 3.600 Höhenmeter ging, blieben wir jedoch vernünftig. Wir hielten die Füße still und ließen die Landschaft vom Auto aus an uns vorbeiziehen. Auf der nur rund zwei Stunden langen Autofahrt Richtung Putre verfolgten wir wie sich das schmale Land vom Meer zum Hochgebirge wandelt. Auf Stadt folgte Landwirtschaft.
Auf Landwirtschaft folgten riesige Petroglyphen im Sandstein. Auf Sandstein folgte Steinwüste. Auf Steinwüste folgten wilde Täler. Auf wilde Täler folgte das Altiplano, die Hochebene.

In der Spitze eines kleinen Flussbett-Deltas lag am Ende unserer Fahrt Putre vor uns. Und wieder mit einer Kulisse, wie auf Leinwand gemalt. Diesmal mit dem mächtigen Taapaca Vulkan (5.860 m). Unweit von hier imponieren sogar noch weitere Vulkane, die sich zu den höchsten der Welt zählen dürfen. Darunter etwa der der Pomerape (6.222 m), Parinacota (6.348 m) und Nevado Sajama (6.542 m). Die Unterkunft, von der aus ich diese Zeile soeben schreibe, liegt etwas abseits des Dorfs.

Die nächsten drei Nächte schlafen wir in kleinen, süßen Hütten. Zwischen unseren Hütten wiederum schläft eine kleine Lama-Herde, die bei Gelegenheit gerne mal neugierige Blicke durchs Fenster wirft. Ich freu mich jetzt schon darauf, morgen die Vorhänge beiseite zu schieben.