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TEXAS

Das erlebten unsere Gewinner auf ihrer Entdeckerreise durch Wildwest.

- Texas - Klischees - Amerika XXL

„Das war eine Traumreise“, sagen Miriam und Henrik, die beiden Gewinner unserer Maier Sports Entdeckertour 2016, als sie in ihr Flugzeug zurück nach Düsseldorf steigen. Hinter ihnen liegen sechs Tage und rund 1.100 km. Ihr Weg führte sie von Dallas über Austin nach San Antonio und zurück nach Fort Worth bei Dallas. „Endlose Weiten, riesige Portionen, überdimensionierte Autos. Von Texas hörten wir bereits, dass dort einfach alles größer ist. Wenn man dann selbst dort ist, wird schon ein Besuch im Supermarkt ein Erlebnis“, erzählt Miriam. Texas ist der Inbegriff von Amerika XXL Bei solchen Dimensionen stellt sich die Frage: Wie lässt sich möglichst viel sehen und dennoch eine Outdoor-Reise unternehmen? Die einfache Lösung für die nächsten Tage: Urban-Outdoor-Aktivitäten tagsüber und Autofahrten im Sonnenauf- oder -untergang, um „Strecke zu machen“ und möglichst viel von der schier endlosen Landschaft zu sehen. Was Miriam und Henrik dabei sehen: Texas kann ganz anders sein, als es mitgebrachte Vorstellungen und Klischees vermuten lassen.

Tag 1: Howdy, Dallas!

Als die beiden am Abend in Dallas landen und mit dem Mietwagen in die Innenstadt fahren, bekommen sie einen ersten Vorgeschmack von den Maßstäben der kommenden Tage. Autobahnkreuze, gefühlt so weitläufig wie deutsche Kleinstädte, verknoten sich in der Nacht zu einem Labyrinth von Lichtern. Für Jetlag lassen sich die beiden Entdecker keine Zeit. Gleich nach dem Frühstück brechen sie spontan auf zu einer kleinen Sightseeing-Runde durch die Innenstadt von Dallas. Dabei laufen sie Kameramann Björn und mir vom Maier Sports Team über den Weg. Björn und ich werden die beiden Gewinner auf ihrer Reise begleiten.

Zu viert stehen wir nun in der Elm Street, nur wenige Meter vom John F. Kennedy Memorial entfernt, und teilen einen ersten Eindruck: Diese Stadt ist weitaus grüner, als es uns der Vorspann der TV-Serie „Dallas“ zeigte! Ein Einheimischer, mit dem wir später kurz ins Gespräch kommen, verrät: „Die Stadt entwickelt sich einfach prächtig. So fahren z. B. Busse und Trams kostenlos in die Innenstadt. Parkanlagen sind entstanden. Dallas wurde nicht nur grüner, sondern auch geschäftiger. Außerdem bietet die Stadt mit den Profiteams Dallas Cowboys, Dallas Stars und Dallas Mavericks sportlich eine Menge.“ Obwohl es noch so viel zu entdecken gäbe, ruft die Natur. Nur 15 Auto-minuten vom Stadtzentrum entfernt wartet Chris im Texas Horse Park auf uns. Auf 24 naturbelassenen km2 bietet die Ranch Heimat für 40 Pferde. Zwei Non-Profit-Organisationen betreiben die Ranch. Während sich „Equest“ auf therapeutische Reitkurse spezialisiert hat, finden gestresste Großstädter in der „River Ranch“ so etwas wie eine Outdoor-Schule. „Im Texas Horse Park versetzen wir die Besucher wieder zurück ins ursprüngliche Texas.

Sie sehen hier Wildschweine, Schlangen, Adler und vieles mehr in ihrer natürlichen Umgebung, lernen reiten, ein Feuer machen und in der Wildnis auf sich und die Umwelt achtzugeben. Hier wird das wahre Texas auch für Städter wieder lebendig“, erklärt uns Chris, während wir ein wenig ungelenk, aber dennoch entspannt durch den Wald traben.

Tag 2: Austin, die Urban-Outdoor-City

Die Fahrt nach Austin führt uns über grünes Land, das immer hügeliger wird. Zahlreiche Flüsse und Seen umgeben Austin und locken die Einheimischen in ihrer Freizeit zum Schwimmen, Angeln, Kanufahren und zum sogenannten Tubing – hierbei lässt man sich in Traktorreifen oder großen Schlauchbooten den Fluss entlangtreiben – nach draußen. Der Sonnenuntergang macht das entspannte Dahinrollen zu einem dieser Momente, die man tief einsaugen und nie mehr vergessen möchte. Die Farben am Horizont verlaufen von Dunkelblau über Violett und Rot zu Gelb und tauchen die gesamte Landschaft in ein sanftes Licht, das jeden Fotofilter überflüssig macht. Folk-Rock schrammelt aus den Boxen, lauwarmer Herbstwind weht durch die Fenster. Wer hätte gedacht, dass auch Autofahren zu einem Outdoor-Erlebnis werden kann? Unser Hotel liegt zentral und in der Nähe sind sowohl die 6. als auch 4. Straße, wir sind umgeben von Musikkneipen. Insider-Tipps sind zudem die Rainey Street und East Side. Kurzum: In Austin findet man überall exzellentes texanisches Barbecue und eine einmalige, lebendige Livemusik-Szene.

Tag 3: Tex-Mex in San Antonio

Tags drauf wird es sportlich. „USA Today“ hatte Austin erst kürzlich unter die Top 10 der besten „Urban Kayaking“-Orte gewählt. Das wollen wir uns anschauen. Dazu lockern Björn und ich uns nach dem üppigen Abendessen die Beine mit einer morgendlichen Joggingrunde entlang des Town Lake Trails. Rund 16 km lang ist der abwechslungsreiche Trail am Colorado River. Er zählt zu den schönsten innerstädtischen Laufrunden der USA.

Wer die Stadt auf zwei Rädern erkunden will, bekommt auf Facebook unter „Social Cycling Austin“ die nötigen Infos. Wer es ruhiger mag, macht es wie wir und lässt sich im Kayak von Tally und seinem Hund Olly von „Live Love Paddle“ über den Lady Bird Lake schippern, einen aufgestauten Bereich des Colorado River, der im Herzen Austins liegt. Motorboote sind verboten, wovon die Wasserqualität außerordentlich profitiert. Eine ganz andere Welt erwartet uns nur wenige Kilometer südlich vor San Antonio. Deutsche Ortsnamen wie Schertz, Gruene oder New Braunfels und Straßennamen wie Freiheit Road oder Schmidt Avenue säumen die Interstate 35.

Sie gehen zurück auf über 10.000 deutsche Siedler, die Mitte des 19. Jahrhunderts vor den sozialen und politischen Entwicklungen in Deutschland geflüchtet waren. Die größte und nicht nur deswegen auch sehenswerteste deutsche Stadt ist Fredericksburg. Rund eineinhalb Autostunden nördlich von San Antonio bietet die Route 281 eine landschaftlich reizvolle Anfahrt.

 

Miriam verliebt sich sofort in den Charme der Kleinstadt. Wer nicht darauf vorbereitet ist, erkennt die deutschen Wurzeln erst auf den zweiten Blick. Nur rund 100 km weiter südlich taucht man in einen weiteren kulturellen Mix ein: Kolonialstil, kaum Hochhäuser, viel Grün, öffentliche Marktplätze und ein buntes Straßenleben machen San Antonio zur großen Überraschung unserer Tour. Noch heute mutet die Stadt eher hispanisch als nordamerikanisch an. 1691 wurde sie von der Vorhut spanischer Siedler erschlossen. Rasch wuchs sie an zur größten spanischen Siedlung in Texas und ging an Mexiko über. Erst 1845 haben sie die Vereinigten Staaten annektiert.

Vor allem der über 5 km lange Riverwalk lässt inmitten der 1,4 Millionen-Stadt sommerliche Urlaubsatmosphäre aufkommen. Ursprünglich war der Riverwalk als reine Flussregulierung geplant. Inzwischen ist der kanalisierte Fluss gerahmt von sattem Grün, Fußwegen und lückenlos aneinandergereihten Restaurants und Bars.

Tag 4: Abkühlen in den Natural Bridge Caverns

Doch nicht nur der Riverwalk und die kulinarische Vielfalt machen San Antonio alias „Alamo City“ zum Geheim-Tipp unter den texanischen Städten. Auch für uns Outdoor-Freunde gibt es im Umland einiges zu entdecken. Und das selbst dann, wenn das Thermometer mal wieder 40 °C zeigt!

Dann locken die Natural Bridge Caverns. Erst 1960 wurden die bis zu 55 Meter tief liegenden Tropfsteinhöhlen direkt vor den Toren von San Antonio von zwei Studenten entdeckt. Neben geführten Touren durch die beeindruckend bizarre und herrlich kühle Unterwelt locken zahlreiche weitere Outdoor-Aktivitäten wie Hochseilgarten, Labyrinth, Goldwaschen, Laternen-Touren und vieles mehr. Wer Action sucht, sollte einen Abstecher nach New Braunfels machen. Mit allem, was schwimmt, stürzen sich Texaner hier in den Guadalupe River und lassen sich von der Strömung treiben. Alles, was man dafür braucht, inklusive Tipps für Routen sowie Camping-Möglichkeiten, bekommt man bei Rockin’ R River Rides.

Tag 5: Zu Gast bei den „Geistern“ von Enchanted Rock

Wir ziehen jedoch eine Bergtour vor. Unser Ziel ist eine der größten magmatisch entstandenen Gesteinsformationen Nordamerikas: Enchanted Rock. Entstanden vor über einer Milliarde Jahren, legte Erosion den unterirdisch entstandenen Felsen im Laufe der Zeit frei.

„Für uns der absolute Höhepunkt der Reise“, wird Henrik später bilanzieren. Und damit ist nicht die Höhe gemeint. Denn gerade einmal 130 Meter ragt der Gesteinsblock aus dem Boden. Doch seine runde Form in der flachen Umgebung macht ihn zu einem seltenen Naturerlebnis. Man hat das Gefühl, auf einem fremden Planeten zu spazieren – so unwirklich erscheint dieser hellbraune Block inmitten der grünen Landschaft. Auch die Tonkawa-Indianer hielten den Ort für unwirklich und wähnten Geister an diesem Platz.

Tag 6: Goodbye, Wildwest!

Es ist der letzte Tag unseres Texas-Trips und die Wehmut wächst Stunde um Stunde. Miriam und Henrik beschließen, von unserem zentral gelegenen The Worthington Renaissance Fort Worth Hotel zu Fuß zu den berühmten Stockyards im Norden der Stadt zu gehen. „Die Dame an der Rezeption hat uns ungläubig angesehen und konnte nicht verstehen, was wir vorhaben“, amüsiert sich Henrik. Knapp 5 km sind für zwei Wanderfreunde schließlich keine Herausforderung. In einer US-amerikanischen Großstadt aber schon: „Nach nicht einmal einer halben Stunde endete der Fußweg und wir hätten auf der viel befahrenen Straße weiterlaufen müssen.“ Also fahren sie das letzte Stück mit dem Taxi in die Vergangenheit, ins historische Stadtviertel von Fort Worth. Und plötzlich ist es da: das Texas, wie wir es aus Filmen, Büchern und Erzählungen kennen. Mit Fassaden wie aus einem alten Western, Cowboyhüten, Pferden und einer Herde Longhorns, die publikumswirksam durch die Straße geführt wird. Nach fünf  Tagen Urban Outdoor ist es ausgerechnet das Klischee des texanischen Cowboys, das aus dem Rahmen fällt. Und das dennoch bis heute die Identität des „Lone Star States“ prägt. Mit diesem letzten Eindruck von Texas, das so viel mehr zu bieten hat, geht’s zurück nach Deutschland.