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Tipps von DSV-Bundeslehrteamchef Marc Maiero

Wir bei Maier Sports sind natürlich sehr stolz darauf, dass solch eine Ski-Koryphäe bei uns arbeitet, und haben das für ein Interview im Maier Sports Magazin genutzt. Wir wollten von ihm ein paar Tipps bekommen, wie wir alle unsere Skitechnik verbessern können.

Zu Person Marc Maiero

Viele MitarbeiterInnen von Maier Sports arbeiten bei der Ski- und Outdoor-Marke, weil sie ihren Job lieben und auch privat im Sportbereich voll engagiert sind. Ein gutes Beispiel ist Marc Maiero, der seit drei Jahren als Leiter Private Label von Maier Sports und GONSO individuelle Kundenwünsche in unseren Produktionsstätten erfüllt. Daneben zeigt er sich auch privat höchst aktiv. Er ist nicht nur begeisterter Radfahrer und Hobbykoch. Er geht auch voll in seiner Passion, dem Skifahren, auf. Bereits seit 2004 zählt er zum auserlesenen Kreis des Bundeslehrteams im Deutschen Skiverband (DSV). Diese Männer und Frauen bilden die Skilehrer des DSV aus. Und Marc ist seit diesem Jahr als Chef des rund 35 Personen umfassenden Bundeslehrteams.

Das Bundeslehrteam ist verantwortlich für die Ausbildungsinhalte (z. B. Verfassung des DSV-Ski-Lehrplans) sowie für die Ausbildung der Übungsleiter der Skiclubs. Auch arbeiten die Skiexperten an der Entwicklung und Umsetzung neuer Trends. Er gehörte in diesem Zusammenhang 2007 und 2011 dem Demo-Team des DSV bei den Interski-Kongressen in Seoul in Korea und am Arlberg in Österreich an.

Marc Maiero -Leiter des Bundeslehrskiteams- im Interview

Marc, zunächst eine kurze Verständnisfrage: Interski-Kongress – was ist das?
Der findet alle vier Jahre statt. Er ist der wichtigste und größte internationale Kongress für das Skilehrwesen. Hier werden die neuesten Trends zu den Themen Skiunterricht und Skitechnik diskutiert und vorgestellt. Diese oftmals sehr verschiedenen nationalen Trends und Erkenntnisse werden von dem jeweiligen Demo-Team einer Nation in der Praxis vorgeführt. Von diesem hochkarätigen Treffen nimmt jede Nation und jeder Teilnehmer wichtige Impulse für die Ausbildung der Übungsleiter mit nach Hause.

Zurück zu unserem sehr konkreten Anliegen: Tipps für unser eigenes Skifahren. Welche Fehler beobachtest du häufig – auch bei geübten Skifahrern?
Ein Ziel beim Skifahren ist es, die Kurven so miteinander zu verbinden, dass es zu einem Spiel mit den Kräften kommt. Das heißt, auch die Kräfte optimal auszunutzen, um nicht allzu viel Energie zu verschwenden. Dabei hilft es, die Schrägfahrten zwischen den Kurven zu reduzieren. Bei längeren Schrägfahrten muss immer wieder neue Energie aufgewendet werden, um die nächste Kurve anzusetzen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass fünf besonders häufige Fehler zu beobachten sind, die das Skifahren erschweren: Insgesamt lässt sich sagen, dass fünf besonders häufige Fehler zu beobachten sind, die das Skifahren erschweren: 1. Fehlende Körperspannung, 2. Fahren mit Rücklage, 3. Falsche Belastungsverteilung Innen- und Außenski, 4. Drehbewegung des Oberkörpers, 5. Statische Körperposition.

Hast du denn zu diesen Problemen einige wertvolle Tipps, die wir als Normal-Skifahrer umsetzen können?
Ja, ich denke schon. Zum Thema „Fehlende Körperspannung“ gibt es ein paar hilfreiche Punkte, auf die man achten sollte: Zunächst einmal: Spanne jeweils die äußere seitliche Bauchmuskulatur an und unterstütze dies, indem du eine Faust machst. Wechsle das Anspannen zur anderen Kurve. Du solltest auch versuchen, eine möglichst aktive Position auf dem Ski einzunehmen. Also sei vorbereitet, immer schnell reagieren zu können z.B. wenn eine Welle kommt. Du solltest die Beine sowohl strecken als auch beugen können.

Wie sieht es beim Problem „Fahren mit Rücklage“ aus? Was rätst du da?
Achte darauf, dass du die ganze Fußsohle belastest, halte die Arme außerdem leicht in Vorhalte und fühle, ob du einen leichten Druck zwischen Skischuh und Schienbein spürst. In ruhigen Phasen kannst du dich immer wieder in diese Position „arbeiten“. Am wichtigsten ist es, sich im Kurvenwechsel nach vorne auf den Fußballen zu bewegen, damit der Carving-Ski optimal funktioniert.

Als dritten Problempunkt hast du die „Falsche Belastungsverteilung zwischen Innen- und Außenski“ angesprochen. Welche Tipps hast du da parat?
Versuche, das kurvenäußere Bein mehr zu belasten – schon von Beginn der Kurve an. Du kannst auch den inneren Ski während der Kurve immer wieder leicht anheben. Außerdem bewegt sich der Oberkörper im Kurvenverlauf immer mehr hin zum äußeren Ski. Wenn du es richtig spüren willst, dann fahre ohne Stöcke und langsame Kurven. Um nicht zu fallen, muss man sich über dem äußeren Bein positionieren.

Als weiteren typischen Fehler nennst du die „Drehbewegung des Oberkörpers“. Was lässt sich dagegen unternehmen
Halte die Stöcke vor deinem Körper, so kannst du dich selbst kontrollieren. Auch sollte die kurveninnere Schulter etwas weiter vorne sein. Bewege dich aktiv aus Sprung-, Knie- und Hüftgelenk in Richtung der neuen Kurve, so fährt der Ski leichter in die Kurve ein.

Kommen wir zum von dir als „Statische Körperposition“ bezeichnete Hürde für ein besseres Skifahren. Was rätst du da?
Versuche, im Wechsel zwischen den Kurven leicht abzuspringen. Auch kannst du gezielt in welliges Gelände fahren, um die Beweglichkeit zu trainieren und aktiver zu sein. Versuche, die Wellen mit den Beinen wie ein Stoßdämpfer abzufangen.

Hast du sonst noch einen Tipp?
Was auch immer hilft, ist, wenn man zu zweit unterwegs ist, sich mal gegenseitig zu filmen, z. B. mit dem Handy, und das Video unter den genannten Aspekten anzuschauen. Am besten immer auf einen Punkt achten, sonst wird es kompliziert. Die Schwächen erkennt man auch als Laie schon recht gut.

Danke für die Profi-Ratschläge und eine schöne Skisaison.