zur maier-sports.com
  1. Newsletter
  2. Facebook
  3. Instagram
  4. Maier Sports www.maier-sports.com

Jetzt Ihren Maier SportsNewsletter abonnieren

Bleiben Sie auf dem Laufenden: Tolle Gewinnspiele und Aktionen, die neuesten Kollektionen sowie aktuelle Outdoor-Trends.

Wir geben Ihre Daten selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Abmelden jederzeit möglich.

Victor Schupfer – Ein echtes Maier Sports Original

Victor Schupfer ist Herr Maier. Zumindest in Österreich. Denn dort ist der 53-Jährige das Gesicht von Maier Sports. Ein jeder österreichischer Händler kennt ihn und weiß: Wer die neuesten Produkte von Maier Sports im Sortiment führen will, ruft den sympathischen Vertriebler aus Oberösterreich an – und das seit 27 Jahren.

In dem beschaulichen Sierning jedoch, einem kleinen 8.000-Seelen-Dorf wenige Kilometer südlich von Linz, ist Victor Schupfer „der Künstler“. „Ein paar Dorfbewohner tuscheln, ich hätte ein Sportgeschäft“, lacht er. Doch so richtig glaubt das keiner. Was im Ort jeder weiß: Im Ortskern, direkt neben der Kirche, führt er eine kleine Kunstgalerie.

Bereits weit über Siernings Grenzen hinaus hat sie sich einen Namen gemacht. Selbst nationale Maler-Größen wie Robert Hammerstiel stellten in der Galerie K2 (in Anlehnung an die Adresse Kirchplatz 2) bereits aus. „Aber dazu bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kinde“, erzählt der selbständige Unternehmer, dessen Handelsagentur zu den treuesten Partnern von Maier Sports zählt.

EIN UNTERNEHMER, DER MALT

„Denn dass des verstehst“, sagt er „ich bin ein Handelsvertreter, der malt“. Und nicht andersrum. Das Zitat geht auf den bayerischen Babykosthersteller Claus Hipp zurück, wie Victor richtigstellt. Doch auch ebenso gut treffe es auf ihn zu. Denn das Malen ist bei allem Zuspruch für seine Bilder sein passioniertes Hobby, seine berufliche Passion hingegen bleiben der Handelsvertrieb und die Marke Maier Sports.

Mit „dass des verstehst“ leitet er viele seiner Sätze ein. Ehrliches Verständnis ist ihm wichtig, Oberflächlichkeit verärgert ihn. Bevor er spricht, nimmt er sich seine Zeit zum Überlegen. Erst dann setzt er in gemütlichem Tempo, breitem oberösterreichischem Dialekt und bildreichen Worten an. Seinen Erklärungen und Erzählungen zu folgen, ist angenehm einfach und unterhaltsam. Immer wieder streut er kernige Gags und skurrile Beispiele ein. Berichtet er von seiner Arbeit, zieht er besonders gerne Vergleiche mit der Beziehung zwischen Mann und Frau.

Auch bei seinem Verhältnis zu Maier Sports wagt er den Vergleich: „Letztendlich ist es mit einer Kollektion wie mit einer Frau. Man muss sie kennen, verstehen und mögen. Kein Mann heiratet schließlich eine Frau, über die er sagt: ‚Mei, sie kann gut kochen, sie kann gut reden, aber gefallen tut sie mir nicht.“ Eben das will er auch seinen Kunden vermitteln: Dass es sich lohnt, sich interessiert und aufmerksam mit der Marke auseinanderzusetzen.

„Man sollte sich viel mehr mit dem Produkt beschäftigen, das man kauft. Es macht doch mehr Sinn, in der Menge zu reduzieren, aber dafür Wert auf Qualität zu legen“, meint er und führt fort: „Wenn ich mir Schmarrn kaufe, mache ich mir das Leben dadurch nicht angenehmer, sondern unangenehm. Denn statt mich daran zu erfreuen, schimpfe ich über komplizierte Bedienbarkeit, Unzuverlässigkeit oder falsche Werbeversprechen. Ist doch klar!“

ZUFRIEDEN MUSS MAN SEIN

Ein ebenso pragmatischer Ansatz öffnete ihm vor rund 20 Jahren den Weg in die Malerei: Im frisch gebauten Eigenheim sollten großformatige bunte Bilder die kahlen Wände aufwerten. Was Victor gefiel, war jedoch zu teuer. Noch dazu sahen die Bilder aus, als seien sie mit ein paar Pinselstrichen schnell nachgemalt. Also kaufte er sich Farben, Pinsel und Leinwände und legte kurzerhand selbst los. „Es war damals eine privat schwierige Zeit. Ich hatte in dieser Lebensphase Tai-Chi für mich entdeckt und damit auch ein gewisses Interesse für fernöstliche Kultur entwickelt. So kam ich auf fernöstliche Tuschezeichnung. Das war der Hammer! Wie man mit nur einer Farbe und einem Pinsel solche lebhaften Bilder schaffen konnte – weltmeisterlich! Das musste ich lernen!“, blickt er zurück. Victor Schupfer erlernte diese und danach zahlreiche weitere Maltechniken auf eigene Faust in seinem Garten. Seinen Stil bezeichnet er heute als sehr technisch. Nach rund 20 Jahren ist Victor Schupfer bereits derart fortgeschritten, dass er Malerei-Seminare gibt und der Linzer Künstlervereinigung Zülow angehört. Dank glücklicher Fügung und einem außerordentlich günstigen Mietpreis tat sich zudem die Chance auf, eine eigene Galerie zu eröffnen.

Seit fast zehn Jahren lockt Victor Schupfer so in seiner Freizeit talentierte und teils namhafte Künstler aus ganz Österreich in sein kleines Sierning.  Dennoch bleibt das Malen trotz aller Projekte und Erfolge für ihn zuallererst Entspannung und Lebensfreude. Und so spielt er weiter unbeirrt und munter mit Stilen und Techniken, wie es ihm in den Sinn kommt – ganz ohne den Zwang sich inhaltlich ausdrücken zu müssen. „Wenn ich rosarote Elefanten mit grünen Tupfen malen mag, dann mal ich rosarote Elefanten mit grünen Tupfen“, grinst er in die Sonne. Während Victor dies ausführt, bereitet er liebevoll eine Pizza zu. Den Teig hat er selbst gemacht. Tomatensauce, Champignons, Prosciutto, Artischocken, Mozzarella, Salami und Rucola platziert er mit Gelassenheit und Hingabe. Das Zuschauen macht richtig Appetit. „Weißt was? Zufrieden musst sein! Und weißt was? Eigentlich bin ich echt zufrieden“, wirft er hinter dem Pizzaofen hervor. Entscheidend dafür sei für ihn eine Erkenntnis gewesen: „Es gibt keine Garantie.“ Also warum die schönen Seiten des Lebens nicht genießen, anstatt sie in Eile zu verpassen, fragt er und entkorkt eine Flasche Rotwein.

AUF MAIER SPORTS KONNTE ICH MICH STETS VERLASSEN

Langsam setzt er das Weinglas ab, wendet den Blick von seinem Garten und Heimatort Sierning zurück zum Tisch und erzählt: „Heutzutage wird viel zu viel besprochen, geplant und gerechnet. Früher hat man sich noch mehr auf sein Bauchgefühl verlassen und sich vor allem intensiver mit Themen auseinandergesetzt. Wenn’s jetzt um Inhalte geht, bleibt nur noch Zeit für die Highlights. Dieser Umgang mit Zeit gefällt mir nicht. Dabei ist Zeit das wertvollste Gut, das wir haben.“

Doch wie nutzt man die kurze Zeit, die einem ein Kunde gibt, um eine Marke, ihre Produkte und die Geschichte dahinter vorzustellen, so dass sie verstanden wird? „Ich sag immer: Jeder hat die Chance verdient, in mindestens fünf Sätzen eine Marke und ihre Stärken vorzustellen“, sagt er. Klar, welche Frage folgt: Welche fünf sind es für Maier Sports? Victor muss nicht lange überlegen. Nach über einem Vierteljahrhundert Berufserfahrung hat er seine Herzens-argumente im Blut. „Zuallererst ist es die Verlässlichkeit“, legt er los, „und zwar von Produkt, Firma und Mitarbeitern. Sowohl bei Maier Sports als auch bei mir in der Handelsagentur pflegen wir noch eine wahre Handschlagqualität. Ein Handschlag zählt und darauf ist ohne Wenn und Aber Verlass!“ Als zweiten Punkt führt er Sorglosigkeit der Kunden im Umgang mit der Kollektion an. Denn letztendlich sei es so: „Wir haben für jeden Hintern die passende Hose. Wirklich jeder findet bei Maier Sports etwas, das ihm richtig gut passt und sitzt. Darauf wird großen Wert gelegt.“ Dies führt zugleich zu seinem dritten Punkt: Berechenbarkeit. Wer Maier Sports kennt, kann nicht nur sichergehen, dass etwas dabei ist, was ihm passt.

Er und sie können ebenso davon ausgehen, dass auch in jeder neuen Kollektion etwas dabei sein wird, was gefällt. „Bei uns gibt’s kein Fliegen von einem Extrem ins andere“, verspricht Victor. Zwangsläufig führe das zugleich zum vierten Punkt: Treue und Ehrlichkeit. Denn nicht nur die Kunden halten genau aus diesen genannten Gründen ihrer Outdoor-Marke über Jahre hinweg die Treue. Auch bei Maier Sports gelte der Grundsatz: „Lieber einen Kunden lange haben als zwei Kunden nur kurz“, verrät der Insider. Wobei wir beim fünften und letzten Charakterzug wären, mit dem Victor Schupfer seinen Kunden die Marke näherbringt: Konstanz. „Man kennt sich bei Maier Sports.

Und unsere Kunden kennen Maier Sports. Es gibt bei uns keine großen Überraschungen und Experimente, sondern stetige Entwicklung.“  Lässt man sich diese fünf Punkte und das Gespräch mit Victor Schupfer noch einmal langsam durch den Kopf gehen, kommt man um eine Erkenntnis nicht herum: Ja, Victor Schupfer ist in der Tat ein Herr Maier: Seit 1988 ist in Österreich Verlass auf seine Arbeit. Kunden, die ein Mal zufrieden waren, sind ihm bis heute treu, sie wissen, wo sie ihn finden und was ihn ausmacht. Was er an seinem Beruf so liebt? Eben, dass er berechenbar ist, sagt er. Dass er weiß, wie das Geschäft funktioniert und er sich dennoch jedes Jahr weiterentwickeln und verbessern muss – in stetigem Tempo, statt hastigem Aktionismus. Und dass er mit Maier Sports einen Partner hat, der ihm ebenso treu und ehrlich gegenüber ist wie er es sich von einem Partner wünscht. All das gibt ihm die Konstanz im Beruf und damit auch im Privatleben. Er schätzt dies als wertvolles Gut. Denn nur durch sie kann er sich auch trotz aller Arbeit die nötige Ruhe für seine Malerei einräumen.

BLOSS KEINE KOPIEN

Konstanz und Treue zeigt der Oberösterreicher auch bei seinem Wohnort: In Sierning geboren, aufgewachsen und verwurzelt, ist ein Umzug für ihn undenkbar. „Die Toskana der Armen“, nennt er heimatverbunden die hügelige Region und schwärmt von Spaziergängen mit Hund Bono entlang der Steyr, Wanderungen auf eine Jause zum Bauern, Ausflüge ins Salzkammergut, auf den Dachstein oder ins „brutal schöne“ Mühlviertel.

In dieser geliebten Heimat für Recht und Ordnung zu sorgen, war sein eigentlicher Berufswunsch. „Magst gar ned glauben, wennst mich heute siehst“, lacht er, „aber ich war zu dünn.“ Also startete er mit einer Ausbildung zum Ingenieur für Tiefbau ins Berufsleben. Länger als ein paar Monate hielt er es in dem Beruf nicht aus. Stattdessen bewunderte er seinen besten Kumpel, der bereits mit Anfang 20 im neuem Auto und schicken Anzügen als Waschmittel-Vertreter durchs ganze Land düste. Anstatt sich über sein uninspirierendes Ingenieurs-Dasein zu beschweren, schritt Victor zur Tat und schrieb Bewerbungen für eine Stelle im Vertrieb.

Ohne Vorkenntnisse und Berufserfahrungen brauchte er über 80 Bewerbungen, um seine Chance zu bekommen. Kaum begonnen, hatte er das nächste ehrgeizige Ziel vor Augen: Verkaufsleiter. Und das innerhalb von vier Jahren. Auch das gelang und Victor wagte den Schritt in die Selbständigkeit. Was dann folgte, waren die wohl härtesten Jahre seines Lebens. Das Geschäft lief mehr als mau an und die Bezahlung wurde – gemäß des bewährten Turnus – erst fürs Folgejahr in Aussicht gestellt. Eine Ausschreibung von Maier Sports erschien ihm als allerletzte Chance, seinen Berufswunsch vom selbständigen Handelsvertreter wahr werden zu lassen. Der Verkauf einer jeden Jacke war für ihn buchstäblich lebensnotwendig und letztendlich lebensrettend, wie er heute festhält.

27 Jahre später ist Victor aus der Sportbranche nicht mehr wegzudenken. Er zählt er zu den erfolgreichsten Vertretern von Maier Sports und hat noch immer den gleichen Ehrgeiz für neue Herausforderungen. Denn mit ihnen verfolgt er ein klares Ziel: „Für mich ist Lebensqualität sehr wichtig. Ich stelle daher immer die Arbeit vorne an, um im Anschluss die angenehmen Seiten des Lebens zu genießen.“ So erfüllte er sich im Jahr 2000 seinen Traum vom Segeln. Im slowenischen Izola liegt ein Boot, mit dem er, wann immer er mindestens drei freie Tage hat, zusammen mit seiner Lebensgefährtin in See sticht, um dem Alltag nach Italien oder Kroatien zu entfliehen – ein paar Leckereien und einen guten Wein an Bord, die Kamera für Inspirations-Schnappschüsse für die nächsten Gemälde griffbereit. Zeit für sich, Zeit zum Genießen und Zeit zum kompletten Abschalten – das ist es, wofür Victor Schupfer arbeitet. Im Vertrieb bedeutet das: sechs Monate Vollgas und sechs Monate Ruhe im Jahr. „In der Order-Saison ist Victor ein anderer Mensch. Da hat er nur Termine und Zahlen im Kopf“, berichtet Freundin Dani und gesteht: „Aber für mich ist es ehrlich gesagt, die entspanntere Zeit.

Vor allem, weil dann nicht überall die Pinsel im Haus rumliegen“. Zwischen den Saisons widmet er sich dann ganz seinem großen Hobby. Denn: „Malen und Arbeiten am gleichen Tag? Das funktioniert nicht!“ Schließlich verfolgt er die Kunst mit dem gleichen hingebungsvollen Anspruch wie seinen Beruf: Nicht abschauen und kopieren, sondern probieren und einen eigenen Stil kreieren! „Jeder wird als Original geboren. Doch leider sterben die meisten als Kopie“, stellt er fest. Wie man einen Original Victor Schupfer erkennt? An einem kleinen roten Rechteck mit scheinbar japanischen Schriftzeichen. Nur wer genauer hinschaut, erkennt die Buchstaben-Reihenfolge „Victor Schupfer Victor“.

Stempel Victor gro+ƒ_weiss

Text: David Lemmer Fotos: David Lemmer, Barbara Klaczak