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Wandermenü 2017

Ob die wohl auch zur Boggerwanderung möchte, frage ich mich, als ich am Winnweiler Bahnhof aussteige und das Mädel mit Trekking-Rucksack an mir vorbeizieht. Ich frage sie einfach. Sie lächelt mir entgegen und bejaht die Frage. Sie heißt Jana und ist Bloggerin. Gemeinsam geht es auf Suche nach dem Treffpunkt, ein Café mit „M“ als Anfangsbuchstabe.

So viel ist hängengeblieben nach dem Überfliegen des zugeschickten Programms. Die Information reicht aus. Genau das frage ich einen Mann älteren Semesters, der uns im Rollstuhl entgegenkommt. „Kennen Sie ein Café mit dem Anfangsbuchstaben M hier in Winnweiler?“ „Das Restaurant Max.“ So viel ist hängengeblieben nach dem Überfliegen des zugeschickten Programms. Die Information reicht aus. Genau das frage ich einen Mann älteren Semesters, der uns im Rollstuhl entgegenkommt. „Kennen Sie ein Café mit dem Anfangsbuchstaben M hier in Winnweiler?“ „Das Restaurant Max.“ Eine lange Tafel ist gedeckt in der ehemaligen Turnhalle, ähm dem Lazarett, der Kaserne, dem Truppensammelplatz, dem Kriegsgefangenenlager – ich meine im ehemaligen Kino, in der Disco. Nun ja, jetzt ist es ein Restaurant in dem 21 Blogger aufeinander treffen.

Das erwähnte Programm wurde von Körper-und-Geist-im-Schwung-haltender-Karin und ich-weiß-wo-es-den-guten-Stoff-gibt-Tobias zusammengeschrieben. Die zwei haben das Wandermenü 2017 zusammengestellt und servieren es uns Happen für Happen an diesem Wochenende.

1. Tag: 7 km auf dem Pfälzer Höhenweg – Etappe 1 bis zum Trekkingplatz Imsbach

Nach einer entspannten Anreise mit der Bahn und kleiner Stärkung ziehen wir an Winnweilers Fachwerkhäusern vorbei in Richtung Kreuzberg. Trotz Anstieg wird fleißig geplappert. „Wie heißt dein Blog? Worüber schreibst du?“ Wir sind schließlich alle Geschichtenerzähler.

Mir fällt das blau-weiße Wolken-Logo des Wanderwegs auf. Hier ein Wegweiser, dort ein Schildchen, drüben eine Übersichtskarte der Umgebung. Ich muss schmunzeln. Wenn man eines in Deutschland nicht kann, dann ist es sich zu verlaufen. Ja, die Region hat sich auf Leute wie uns eingestellt. Also Leute, die ihre Wanderschuhe schnüren, den Rucksack festziehen und los wandern wollen. Die Kameras werden gezückt, die erste Aussicht des Pfälzer Höhenwegs erschließt sich hinter uns.
Ein Weg über Felder, Kuhweiden, Dörfer und Wälder. Mit idyllischen Aussichten auf den Felswald. 7 km später erreichen wir das heutige Tagesziel, unseren Trekkingplatz, Nr. 10 Imsbach.

Pfalz als Vorreiter Deutschlands lässt Wanderer in ihren Wäldern übernachten! So darf ich heute Nacht mein Zelt an dem Ausläufer des Donnersbergmassivs aufschlagen. 13 solcher Plätze, die sich auf längeren Touren miteinander verknüpfen lassen, gibt es zurzeit. Auf www.Trekking-Pfalz.de lässt sich die Wunschroute zusammen klicken – genial. Ich freue mich jetzt schon darauf alle abzuklappern.

Ich sitze auf einer Holzbank. Vor mir das Licht der untergehenden Sonne über den Hügellandschaften der Pfalz. Links von mir wird auf wilder Flamme vom Förster Dieter gekocht. Hinter mir steht die ehrenamtlich betriebene Kupferberghütte des Pfälzerwald-Vereins, die Schiefe Säcke auf der Speisekarte hat.

Vor mir auf dem Tisch stehen drei Gläser: eins mit Hopfen, eins mit Weizen, übrigens ist das ein toller süßlicher Snack und ein Schnorres – das Bier der Pfalz. Maddin füllt immer wieder die Gläser mit dem Märzen, Lager, Pale Ale. Dabei wird von 18 Bloggern getwittert, auf Instgram gepostet und auf Facebook hochgeladen, immer mit #bloggerwandern #rlperlben und #pfalz versehen.

2. Tag: 15 km auf der Teufelstour – Etappe 2 von Olsbrücken nach Sulzbachtal

Beste, wo gibt: Aufwachen im Zelt und draußen knistert das Lagerfeuer schon. Das Wasser kocht. Jana hat schon Thymian gesammelt. Tobias hat schmackhafte Scheiben Keschdebrote auf dem Baumstamm ausgelegt sowie würzigen Kees besorgt. Alles mal wieder total regional, ein ungeschriebenes Pfälzer Gesetz. So wurde ich verwöhnt, auf dem Baumstamm hockend, mit meiner großen Tasse Tee, bevor die Füße in die Hand genommen werden mussten für die Teufelstour.

Die Ganztageswanderung unserer Reise führte uns auf die Teufelstour, die praktischerweise ebenfalls direkt an dem Beereweinmuseum in Eulenbis vorbeiführte. Damit wir stets gemütlich unterwegs sind. Wir starten unsere Tour von Olsbrücken aus. Wir hatten dorthin einen Shuttleservice, aber es ist auch mit der Bahn gut erreichbar. Mario begrüßt uns und stattet mich mit Wanderstöcken aus. Er wird uns heute entlang der Teufelstour – ausgezeichnet durch den roten Teufel, führen.

Schon nach dem ersten Anstieg auf den Steilrech ist klar, welche Farben die Tour dominieren werden: Das Rot der Erde im Kontrast zum Grün der Wälder. Die Wege sind durch den rötlichen Sand der in dieser Region vorhandenen Sandsteinfelsen geprägt. Und dem Grün der Keschdebäume.

Die Wanderung wird zur Erkundungstour, die viele Kurzanstiege, schmalen Pfade, weite Einblicke in das Hügelland sowie die Steinbrüche bietet, die hier wirklich Tradition haben. Über einen gewundenen Pfad und Wiesenweg mit Blick auf den höchsten Gipfel der Umgebung, dem 545 m hohen Selberg, erreichen wir den Teufelstein. Im 19. Jahrhundert wurde der Ort für eine keltische Opferstätte gehalten, jedoch handelt es sich um einen römischen Steinbruch aus dem 3. bis 4. Jahrhundert. Das Steine abbauen hat hier eine profunde Tradition.

Zur jeder Wanderung gehören auch profunde Pausen, deswegen kehren wir nach 10 km in Eulenbis ein: „Grumbeeresupp“ – Kartoffelsuppe nach Pfälzer Art, ja, ich habe mir Nachschlag genommen. Direkt neben unserem Einkehrort liegt das Eulenbisser Museum. Das Heimatmuseum ist hier ein Beerenwei(n)museum mit Wein aus einer speziellen Sorte Birnen, nämlich aus der sogenannten „Osborner“. Angeheitert durch den Schnaps geht’s weiter Richtung Sulzbachtal.

Ich habe diese Etappe auf der Teufelstour und die Bloggertruppe um mich genossen. Viel grüner Wald und immer gibt es Abwechslung am Wegesrand, wie zum Beispiel die Bachtäler oder die Steinformationen, die ausgezeichnet sind mit geologischen Hinweistafeln. Das Highlight auf der Teufelstour-Etappe war für mich auf jeden Fall die Aussicht vom Nordpfälzer Bergland bis zum Donnersberg.

3. Tag: Ausflug über die Mehlinger Heide

Von Otterberg, dem letzten erwähnten Ort im Programm, starten wir in einen kleinen feinen Ausflug auf die Mehlinger Heide. Nachdem wir am gestrigen Wandertag viel durch die grünen Wälder der Pfalz gewandert sind, freute ich mich heute auf Weitsicht. Und ich sollte nicht enttäuscht werden!
Von Otterberg folgen wir der Markierung „K37“ nach Süden. Vorbei an moosbewachsenen Bänken und dichtem Wald, bewandern wir den Weg bis wir vor einer Barriere und Informationstafeln mit der Überschrift Mehlinger Heide stehen.

Wir laufen an den Absperrungen vorbei. Es drängt sich immer mehr Licht durch die Dichte des Waldes. Und plötzlich kann ich Kilometer weit blicken – die Heide. Die Heidelandschaft ist in unseren Breitengraden eine Seltenheit. Auch hier wäre ohne menschlichen Eingriff die heutige Mehlinger Heide nicht von dem umliegenden Waldgebieten zu unterscheiden. Die Blütezeit der Heide ist im August und Anfang September. Der Geruch der blühenden Heide liegt auch noch Mitte September in der Luft.

Pikanterweise verhalf das Militär bei der Entstehung der größten Heidelandschaften in Süddeutschland. Das einst bewaldete Gebiet wurde gerodet, um einen Truppenübungsplatz zu schaffen. Die Rodung der Bäume schuf Platz auf dem rötlichen Sand. Es entstand eine eigene Landschaft aus Gräsern, Heiden und Bäumen. So wurde diese vom ehemaligen Truppenübungsplatz zum Naturschutzgebiet.

Endpunkt der Wanderung ist die Otterberger Abteikirche, der Besuch lohnt sich. Es lasst sich ein 14,7 km langer Rundweg von Otterberg bis nach Otterberg gehen. Zum Abschluss lässt sich festhalten: Eine ziemlich geile Sache! Trekking in Deutschland ist mehr als zu Empfehlen, Wein und Bier schmeckt hervorragend und regionales zum Verkosten gibt es an jeder Ecke. Die traditionsbewussten Pfälzer machen den Aufenthalt zu etwas Besonderem.

Nützliche Infos zum Wandern in Rheinland-Pfalz

Infos zu den Wanderwegen:
Auf der Webseite des Tourismusverbandes Rheinland-Pfalz findest Du viele Infos zu den einzelnen Wanderwegen. Zudem gibt es dort ziemlich praktische Übersichtskarten, mit denen Du leicht Wanderungen in Deiner Nähe finden und vergleichen kannst: Wandermenü Pfalz

Infos zu den Trekkingplätzen:
Die 13 Plätze finden sich auf der Übersichtskarte. Außerdem kann hier direkt gebucht für die kommende Trekkingtour gebucht werden: Trekkingplätze Pfalz

Infos zu dem Pfälzerwald-Verein:

Der Pfälzerwald-Verein ist eine Gemeinschaft für die Natur. Dieser betreibt die Pfälzerwald-Hütten, in denen sich auf einen Schiefen Sack einkehren lasst: Pfälzerwald-Verein

Die Bloggertruppe mit ihren Blogs bestand aus:
Tharun, Heike www.heimatwandern.de
Lüdicke, Jens https://www.overlandtour.de
Gade, Bianca www.lebedraussen.de
Hamm, Frank http://derentspannen.de
Schneider, Hans-Joachim www.anders-wandern.de
Schiffer, Simone www.outzeit-blog.de
Weiß, Jürgen www.wanderwegewelt.de
Becker, Anita http://aktiv-durch-das-leben.de
Herr, Claudia http://aktiv-durch-das-leben.de
Zintl, Hubert https://wanderlaus.jimdo.com/
Thamer, Jörg www.outdoorsuechtig.de
Westphal, Jutta www.icheinfachunterwegs.de
Joest, Anja https://dasfliegendeklassenzimmer.org
Weber, Björn www.seppamberg.de
Seifert, Jana https://janaseifertblog.wordpress.com
Dick, Bastian www.wandersuechtig.de
Kreier, Thilo www.wandern-mit-familie.de
Albrandt, Tatjana www.taundma.de