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Zwei junge Schreiner verwirklichen ihren Kindheitstraum

Er war so begeistert, nicht nur von den Skis, sondern auch von der Geschichte und den Menschen dahinter. Mit seiner Begeisterung hat er auch das Team vom Maier Sports Magazin angesteckt. Und so stellen wir Ihnen heute, vor, wer und was hinter Timbaer steckt. Wir sprachen dazu mit Dano Waldburger, einem der zwei talentierten Köpfen hinter dem jungen Ski-Label.

 

Wer steckt hinter Timbaer?

Hinter Timbaer stehen im Grunde wir beiden: Andreas Dobler und ich, Dano Waldburger, beide 1994 geboren. Wir sind ein junges Team, das sich perfekt ergänzt. Früher waren wir einmal Kontrahenten im Ski-Rennsport. Erst später, während unserer Ausbildung zum Schreiner, haben wir uns richtig kennen gelernt. Andreas stammt aus Appenzell Innerrhoden und ich aus Appenzell Ausserrhoden. Wir können momentan beide behaupten, dass wir unser Hobby zum Beruf gemacht haben. Möglich machen das vor allem unser Alter und unsere Unabhängigkeit sowie die Unterstützung durch unsere Familien. Wir dürfen immer noch im „Hotel Mama“ wohnen.

 

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, eure eigenen Ski zu bauen?

Im Grunde hat Andreas bereits als Kind davon geträumt. Schon immer beschäftigte ihn die Frage, ob es nicht möglich wäre, selbst einen Ski zu bauen? Und wie sich gezeigt hat, ist es möglich. Mit dem in der Tischlerlehre erworbenen Wissen und den dabei erlernten handwerklichen Fähigkeiten, baute er für seine Lehr-Abschlussarbeit einen Ski. Das Resultat war genial und schnell entdeckte er das Potenzial dieser Skikonstruktion. Von da war es nicht weit bis zum nächsten Schritt: Wir fanden als Team zusammen, um die Sache ernster zu verfolgen. Mit Erfolg. Bereits im ersten Winter konnten wir mit unseren Skis verschiedene Käufer begeistern.

Die Philosophie der beiden Jungunternehmer

Was macht die Skis von Timbaer so einzigartig?

Rein technisch gibt es einen großen Unterschied: Unsere Skis sind im Gegensatz zu den konventionellen Pistenski vergleichsweise sehr weich im Flex. Unsere Timbaer Ski lassen sich dadurch sehr leicht durchbiegen. Geht es aber um die Torsion, also die Verwindungssteifigkeit unserer Skis, so bestechen sie durch absolute Stabilität. Schaut man sich den Schwung im Schnee an, so passiert Folgendes: Durch die Torsionsstabilität ist die Kraftübertragung bis in die Skispitze extrem direkt. Da der Ski weich ist, geht er nach dem Ansteuern ohne großen Kraftaufwand in die gewünschte Biegung und dreht damit in die Kurve.

Worin steckt das Geheimnis?

Ein wesentlicher Grund dafür ist unser selbst entwickelter Holzkern, den ausschließlich wir verwenden und auch selbst bauen. Dank dieses besonderen Kerns bleibt der Ski während der Kurve in der Biegung, wo starke Kräfte wirken, stabil. Und was besonders schön ist, am Schwungende, am Kurvenausgang, erhält der Fahrer einen kleinen Rebound, der ein dynamisches Fahrgefühl vermittelt. Der Ski ist also nicht nur sehr kraftsparend zu fahren, sondern macht auch ambitionierten Skifahrern ausgesprochen viel Spaß.

Worauf legt ihr besonderen Wert?

Neben einem Top-Produkt, das sich vor allem durch seine Langlebigkeit auszeichnet, ist für uns Ehrlichkeit sehr wichtig. Handarbeit und handwerkliches Können erfahren eine neue Wertschätzung. Bevor wir eine Entscheidung für oder über unser Unternehmen treffen, prüfen wir stets, ob diese im Einklang mit unserem Anspruch steht. Ehrlichkeit hat immer oberste Priorität.

Wo und wie produziert ihr eure Skis?

Seit gut eineinhalb Jahren haben wir uns in einer heimischen Schreinerei in Appenzell eingemietet. Die dadurch mögliche Zusammenarbeit schätzen wir sehr, zumal sie auf viel Goodwill unseres Gastgebers beruht. Ein großer Vorteil ist dabei die gemeinsame Nutzung einzelner Maschinen. Wir können uns darüber hinaus auch im Marketingbereich wirkungsvoll ergänzen. Zum Beispiel haben wir einen gemeinsamen Stand auf der kommenden Gewerbeausstellung in Appenzell. Den Großteil unserer Skis bauen wir aber auf unseren eigenen, selbstgebauten Maschinen. Darum verschlingt der Bau dieser Maschinen gerade in der Anfangszeit sehr viel Zeit und bedarf großer Aufmerksamkeit. Dank dieser Maschinen können wir zu zweit pro Jahr gut 300 bis 400 Paar Ski bauen.

Skilabel Timbear

Woher kommt der Name Timbaer?

Timbaer ist ein Wortspiel, das sich bei der Erklärung sofort erschließt. Mit „timber“, dem englischen Begriff für Holzarbeiten jeglicher Art, nehmen wir Bezug auf den Hauptwerkstoff der Ski. Die Kombination mit „baer“, also dem Bären, der das Appenzeller Wappentier ist, wollen wir die Verbindung zu unserer Heimat darstellen. Uns ist nämlich die Herkunft unserer Skis sehr wichtig.

Wie lange dauert es, bis ein Ski fertig ist?

Bei unserer Kollektion mit Standard-Deckblatt bauen wir für unser Lager zwei Paar Ski pro Tag. Bei einer Spezialbestellung – der Kunde kann hier z. B. beim Design aus einer Vielzahl von Holzarten und Dekoren wählen –, wartet der Ski-Fan aber einen Monat. Individualität benötigt Zeit.

 

Was für Ski baut ihr? Könnt ihr dabei auf individuelle Wünsche eingehen?

Wir bieten mit unserer Produktepalette ein breites Spektrum an. Das Spezialgebiet der Ski ist aber hauptsächlich die Piste. Sie lassen sich zwar auch im Tiefschnee ohne Anleitung fahren. Trotzdem kann man das Surfen auf dem Schnee nicht mit den speziellen „Powder-Latten“ und „Fat Boys“ vergleichen. Mit einem 155-cm-Ski mit 13 Metern Radius, einem 165-cm-Ski mit ebenfalls 13 Metern Radius und einem 175-cm-Ski mit 17 Metern Radius finden wir immer den passenden Ski für unsere Kunden. Je nach Fahrstil, Geschlecht, Körpervoraussetzung und sonstigen Anforderungen können wir mit diesen drei gängigen Modellen fast alle Ansprüche abdecken.

Wie hat sich das Label vom Start bis heute entwickelt?

Unser Label soll unsere Einstellung und unsere Ansichten vertreten. Diesen Ansichten sind wir bis heute treu geblieben. Darum hat sich in dieser Hinsicht an den Grundlagen von Timbaer bis heute nicht viel verändert. Was wir momentan aber spüren, ist die wachsende Verbreitung des Labels. Es gelingt uns, immer mehr Leute, vor allem in der Region, mit unseren Ski zu begeistern. Unsere Marke entwickelt sich also langsam von der unscheinbaren Abschlussarbeit eines Lehrlings zu einem ernstzunehmenden Unternehmen.

Wo kann man die Ski ausprobieren?

Am besten folgt man uns auf Facebook unter @timbaer-skimanufaktur oder besucht unsere Website unter www.timbaer.ch bzw. www.appenzellerski.ch. Dort sind immer alle Tests aktuell aufgeführt. Natürlich verfügen auch unsere Handelspartner über Testski.

Wo kann man die Ski kaufen?

Den Ski kann man über uns direkt auf unserer Homepage oder bei Sport Baumannin Appenzell, bei Bergluft Sport in Lenk, bei Central Sport in Wengen und im Stoked Shop in Zermatt für jeweils 2.200 Schweizer Franken kaufen.

Vielen Dank für das Gespräch.